11:20 03 August 2020
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    Dutzende Menschen haben sich am Sonntag in Cottbus zu einer Demo eingefunden. Laut den Veranstaltern, darunter auch eines rechtsradikalen Vereins, richtet sich die Aktion gegen illegale Einwanderung und Übergriffe von Migranten. Die Veranstaltung fand am Holocaust-Gedenktag - nur wenige Meter von einer Gedenkaktion entfernt - statt. Ein Zufall? D

    „Schnauze voll“ und „Heimatliebe ist kein Verbrechen“ stand auf den Plakaten, die die Demonstranten trugen.

    • Demo gegen illegale Einwanderung und Migranten-Gewalt in Cottbus
      Demo gegen illegale Einwanderung und Migranten-Gewalt in Cottbus
      © Sputnik / Alexej Witwizki
    • Demo gegen illegale Einwanderung und Migranten-Gewalt in Cottbus
      Demo gegen illegale Einwanderung und Migranten-Gewalt in Cottbus
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    Demo gegen illegale Einwanderung und Migranten-Gewalt in Cottbus

    Nur wenige Meter entfernt fand vor einer Synagoge eine Gedenkaktion anlässlich des Holocaust-Gedenktages statt. An der Feier, mit der der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee vor 74 Jahren gedacht wurde, nahmen Berichten zufolge Hunderte Cottbuser teil.

    „Der Termin ist unglücklich gewählt, aber ein Deutscher muss heute hier bei uns stehen“, zitiert die Lausitzer Rundschau einen Demonstranten. Allerdings hat der AfD-Spitzenkandidat Christoph Bernd bei seiner Rede vor den Demonstranten das Gedenken in der Synagoge als eine „Gegenveranstaltung“ bezeichnet.

    Grundsätzlich gilt  einer der Veranstalter der Demo, der Verein „Zukunft Heimat“, als rechtsradikal. So wird dieser Cottbuser Verein von Jean-Pascal Hohm unterstützt,  der zuvor von Brandenburgs AfD-Landeschef Andreas Kalbitz wegen seiner Verbindungen zur „Identitären Bewegung“ als Mitarbeiter der Landtagsfraktion rausgeschmissen wurde. Hohm taucht auch im Verfassungsschutz-Papier auf, das heute offenbar von dem Blog Netzpolitik.org veröffentlicht wurde.

     „Dieses Datum spricht für sich. Wir müssen uns gegen Diskriminierung in jeder Form wehren und dafür sorgen, dass nicht vergessen wird, was an schrecklichem Unrecht geschehen ist“, sagte derweil der Bürgervereinschef Michael Tietz, der nur wenige Meter weiter entfernt an der Gedenkfeier in der Synagoge auf dem Schlosskirchplatz teilnahm.

    In Cottbus, das 100.000 Einwohner zählt, sind etwa 4300 Flüchtlinge untergebracht.

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