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02:18 21 Juli 2019
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    Ermittler am Ort des Unglücks am Djatlow-Pass (Archivbild)

    60 Jahre Djatlow-Mysterium: Moskau schickt Ermittler in den Ural

    © Foto: Public Domain / Wikimedia Commons
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    Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft des Gebiets Swerdlowsk sollen im März den Djatlow-Pass im Uralgebirge untersuchen, um die Ursachen für den Tod einer Touristengruppe im Jahr 1959 zu klären. Das sagte der amtliche Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Alexander Kurennoi, gegenüber dem Video-Channel „Efir“.

    Die Staatsanwaltschaft habe fast 60 Jahre nach dem Unglück ein Ermittlungsverfahren dazu eingeleitet, die Gründe dafür seien die Bitten der Familien der Opfer sowie das Interesse von Medien und Öffentlichkeit, sagte Kurennoi. „In der zweiten Märzdekade werden Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft des Gebietes Swerdlowsk zum Unfallort fliegen und sich dabei der Hilfe von Fachleuten für Geodäsie und Metrologie sowie von Zivilschutz-Angehörigen bedienen, die ihre Hilfsbereitschaft bekundet haben.“

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    Dem Sprecher zufolge werden Naturvorgänge als wahrscheinlichste Ursachen für den Tod der Touristen im Winter 1959 im Ural betrachtet. Ein Kriminalfall sei ausgeschlossen, denn es gebe keine Beweise für diese Version, auch keine indirekten, fügte er hinzu.

    Von 75 Unfallversionen würden drei überprüft, die am wahrscheinlichsten erscheinen und die auf die eine oder andere Art mit Naturerscheinungen verbunden seien, sagte Kurennoi: „Es könnte eine Lawine, das so genannte Schneebrett, oder aber ein Orkan gewesen sein.“

    Die Ermittlergruppe, die im März am Unglücksort eingesetzt werde, wolle die Lage des von den Touristen aufgestellten Zeltes, die Bergneigung, die Schneetiefe und sonstige Details genau ermitteln. Ein Teil der Expertisen werde vor Ort durchgeführt, so Kurennoi.

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    Eine weitere, definitive Expertise wird laut dem Sprecher von einer Medizinergruppe durchgeführt, die die Ursachen für die Körperverletzungen der Opfer endgültig aufklären solle.

    An einem Gebirgspass im Nordural war in der Nacht vom 1. zum 2. Februar 1959 eine von Igor Djatlow geleitete neunköpfige Touristengruppe getötet worden. Das zehnte Mitglied der Gruppe, der einzige Überlebende Juri Judin, hatte wegen Beinschmerzen die Gruppe auf halbem Weg verlassen müssen.

    Die insgesamt mehr als 100 kursierenden Versionen der rätselhaften Tragödie reichen von einem Unfall bis hin zu paranormalen Erscheinungen und Tests von Kampftechnik.

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    Tags:
    Unglück, Ermittler, Generalstaatsanwaltschaft, Touristen, Ural, Russland