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05:10 24 Juli 2019
SNA Radio
    Tomahawk-Marschflugkörper in einem Museum

    VIDEO zeigt offenbar US-Werk zur Produktion von verbotenen Mittelstreckenraketen

    CC BY 2.0 / Cliff / Tomahawk BGM-109 Cruise Missile, Ship-launched,
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    In den USA ist ein Video aufgetaucht, das offenbar einen Ort zeigt, wo möglicherweise vom INF-Vertrag verbotene Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite gebaut werden. Das Video wurde am Sonntag auf der Webseite des TV-Senders RT veröffentlicht.

    Auf der Aufnahme sind Begrenzungsschilder, Zäune mit Stacheldraht, Industriebauten und Lagerräume zu sehen. 

    „Bilder eines Werkes der Korporation ‚Raytheon‘ in den USA, bei der laut dem russischen Verteidigungsministerium die verbotenen Raketen hergestellt werden“, heißt es in der Aufschrift zum Video.  

    Nach Angaben der russischen Behörde hatten die USA ihre Entscheidung, sich aus dem INF-Vertrag zurückzuziehen, schon vor zwei Jahren getroffen, bevor sie unbegründete Vorwürfe gegen Russland erhoben.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsamtes wurde im Juni 2017 bei einem Betrieb der Militär-Industrie-Korporation „Raytheon“ in der Stadt Tucson (im US-Bundesstaat Arizona) ein Programm zum Ausbau und zur Modernisierung von Produktionskapazitäten gestartet. Ziel sei es gewesen, gemäß dem Vertrag verbotene Raketen mit kürzerer und mittlerer Reichweite zu bauen.

    Satellitenaufnahme des Produktionswerkes, veröffentlicht vom russischen Verteidigungsministerium:

    ​Laut dem Verteidigungsamt hat sich die Fläche der erwähnten Produktionsstätte in den vergangenen zwei Jahren um 44 Prozent von 55.000 auf 79.000 Quadratmeter vergrößert. Zudem soll die Personalstärke des Betriebs um fast 2.000 Menschen aufgestockt worden sein.  

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag angekündigt, dass Russland seine Teilnahme am INF-Vertrag aussetze – als Antwort auf das Vorgehen der USA.

    Washington hat die Einhaltung der Verpflichtungen zum INF-Vertrag ab dem 2. Februar ausgesetzt und als Grund dafür angegeben, Russland verletzte systematisch die Vertragsbedingungen.

    Der bilaterale INF-Vertrag verbietet den Besitz von bodengestützten ballistischen Raketen und Marschflugkörpern mit Reichweiten von 500 bis 5.500 Kilometern. Moskau und Washington beschuldigen einander immer wieder, gegen die Vertragsbedingungen zu verstoßen.

    Die USA haben Russland unter anderem vorgeworfen, die echten Möglichkeiten des Marschflugkörpers 9M729 des Iskander-M-Komplexes zu verheimlichen. Wie das Pentagon vermutet, soll diese landgestützte Mittelstreckenrakete eine Reichweite über 500 Kilometern haben. Moskau weist diese Behauptung zurück.

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    Tags:
    Iskander, INF-Vertrag, Wladimir Putin, USA, Russland