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    Flüchtlinge (Symbolbild)

    Alarmierende Zahlen: Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen auf Rekordhoch

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    Der Anteil ausländischer Häftlinge in deutschen Gefängnissen hat stark zugenommen. Nach Angaben der Zeitung „Rheinische Post“ kommt in Berlin und Hamburg bereits mehr als jeder zweite Häftling aus dem Ausland. In NRW ist jeder dritte Insasse kein Deutscher.

    Alle Bundesländer melden einen starken Anstieg ausländischer und staatenloser Gefangener in den vergangenen drei Jahren. Die meisten Gefangenen stammen aus Polen, Tunesien, Libyen, Tschechien und Georgien. 

    In Hamburg stieg der Ausländeranteil in Justizanstalten seit 2016 von 55 auf 61 Prozent und in Berlin von 43 auf 51 Prozent. Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg verzeichnen eine Zunahme von etwa vier Prozentpunkten. In Bremen wurde ein Anstieg von 35 auf 41 Prozent registriert. In Bayern kommen 45 Prozent der Insassen aus dem Ausland – gegenüber 31 Prozent im Jahr 2012. 

    Diese Angaben basieren auf einer Umfrage, die die Zeitung bei allen Länderjustizministern durchgeführt hatte. 

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    Dabei sei die Zahl der Häftlinge mit islamistischem Hintergrund seit 2016 kräftig gewachsen. „Die Zahl der Gefangenen, die wegen ihrer islamistischen Gesinnung auffällig geworden sind, ist in den vergangenen beiden Jahren stark angestiegen“, zitiert die Zeitung den Stuttgarter Justizminister Guido Wolf. 

    Noch bis 2016 habe es sich nur um eine einstellige Zahl gehandelt. Im Verlauf des Jahres 2017 seien es je nach Zeitpunkt zwischen 20 und 30 gewesen, nun 45, hieß es weiter. 

     

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    Tags:
    Migration, Anstieg, Häftlinge, Gefängnisse, Migranten, Deutschland