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21:16 22 September 2019
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    Blackface-Pulli von Gucci (Screenshot)

    Rassismus-Vorwürfe: Gucci entschuldigt sich für „Blackface-Pulli“

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    Ein Luxus-Pullover aus der Herbst-Winter-Kollektion von Gucci hat Empörung unter den Usern im Netz ausgelöst, die den Pulli als rassistisch eingestuft haben. Die Modemarke sieht sich gezwungen, das Designerstück aus den Läden zu nehmen.

    Es handelt sich um einen 900 US-Dollar teuren schwarzen Pulli mit Rollkragen, der wie eine Sturmhaube über das Gesicht hochgezogen werden kann.

    Da der Kragen einen Cut-out mit roten Lippen hat, der den Mund der Trägerin frei lässt, sahen viele Twitter-Nutzer in dem Kleiderstück eine Anspielung auf das sogenannte Blackfacing, eine Art Schminke, mit deren Hilfe weiße Schauspieler in Amerika und Grossbritannien bereits seit dem 18. Jahrhundert die Rollen von Schwarzhäutigen in Theaterstücken und später auch in Spielfilmen gespielt hatten. Die Merkmale der Darstellung der Schwarzen in diesen Shows gelten als umstritten, denn sie hätten rassistische Stereotypen gefördert, so der Vorwurf.

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    Viele User gaben sich also nicht mit Guccis Erklärung zufrieden, die Schneider hätten sich dabei von alten Skimasken inspirieren lassen. „Das ist das Schlimmste, das ich je gesehen habe", schrieb der Nutzer Johny 19. „Gucci verkauft Blackface-Pullover", äußerte Cain Knight.

     

    „Wollen Sie mir damit sagen, dass KEINER die schreckliche Blackface-Ähnlichkeit mit diesem Hemd gesehen hat?", empörte sich  Isabell Berry.

    ​„Das ist nicht ironisch, sondern rassistisch. Und es war absichtlich getan", ist die Userin Sonia überzeugt.

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    ​Das Modeunternehmen reagierte mit Entschuldigungen auf die Kritik und teilte mit, das Kleidungsstück sei „unverzüglich aus unserem Online-Store und auch aus allen anderen Geschäften entfernt" worden.

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    Tags:
    Vorwürfe, Kleidungsstück, Kleider, Rassismus, Pullover, Pulli, Gucci