14:36 10 Dezember 2019
SNA Radio
    Amazon-Chef Jeffrey Bezos (Archivbild)

    Wegen intimer Fotos: Reichster Mann der Welt wirft US-Zeitung Erpressung vor

    © AP Photo / Ted S. Warren
    Panorama
    Zum Kurzlink
    8341
    Abonnieren

    Amazon-Chef Jeff Bezos hat dem US-Boulevardblatt „National Enquirer“ vorgeworfen, ihn mit intimen Fotos erpresst zu haben.

    „Mir ist gestern etwas Ungewöhnliches passiert. Es war nicht nur ungewöhnlich, sondern auch das erste Mal, dass mir so etwas passierte“, begann Bezos seinen offenen Brief auf der Webseite Medium.com.

    Laut Bezos drohte das Blatt mit der Veröffentlichung intimer Privatfotos von ihm – und zwar von Fotos, die ihn mit der ehemaligen TV-Moderatorin Lauren Sanchez zeigen.

    In seinem Brief wendet sich der reichste Mann der Welt an das Unternehmen American Media, das die Zeitung „National Enquirer“ besitzt, sowie seinen Chef David Pecker, und veröffentlichte darin seine Korrespondenz mit dem Anwalt Jon Fine.

    Nach der Veröffentlichung der ersten Bilder, auf denen Bezos mit Sanches abgebildet ist (diese wurden noch vor offizieller Bekanntmachung der Trennung von Ehefrau Mackenzie geschossen), beschloss der Mann, eine Untersuchung einzuleiten. Damit wollte er herausfinden, wer die Nachrichten sowie Fotos geleakt hat, und aufklären, ob es politische Gründe für diesen Skandal gibt. Wichtig: Besoz verfügt über die Zeitung „The Washington Post“, die ständig den amerikanischen Staatschef, Donald Trump, kritisiert. Pecker ist ein guter Bekannter von Trump.

    „Es ist unvermeidlich, dass gewisse mächtige Menschen – über die in der ,Washington Postʻ berichtet wird – fälschlicherweise zu dem Schluss kommen, dass ich ihr Feind bin“, schrieb Bezos dazu.

    Im Endeffekt soll Bezos von Anwalt Fine einen Brief erhalten haben. Die Aufnahmen seien nicht aus politischen Gründen in der Zeitung „National Enquierer“ erschienen, sondern aufgrund der Prominenz des Amazon-Chefs.

    „Sie sagten, sie hätten mehr Textnachrichten und Fotos, die sie veröffentlichen würden, sollten wir unsere Untersuchung nicht einstellen“, so Bezos.

    Darüber hinaus schrieb er: „Natürlich will ich nicht, dass persönliche Fotos veröffentlicht werden. Aber ich werde mich auch nicht an ihrer bekannten Praxis, bestehend aus Erpressung, politischen Gefälligkeiten, politischen Attacken und Korruption, beteiligen.“ Dem fügte er hinzu: „Ich ziehe es vor, aufzustehen, das Ganze umzudrehen und zu schauen, was dabei herauskommt.“

    Die erste Publikation über Besoz und Sanchez tauchte einen Tag nach Bekanntmachung der Trennung des Amazon-Chefs von seiner Frau auf. Die Artikel mit den privaten Aufnahmen wurden auf der Webseite von „National Enquirer“ am 9., 10., 11., 12., 14., 15., 19., 22., 23. und 24. Januar  veröffentlicht.

    Der 55 Jahre alte Jeff Bezos ist der Gründer und Vorstandschef des US-Internetriesen Amazon und laut „Forbes“ der derzeit reichste Mensch der Welt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    In Berlin getöteter Georgier hat Terroranschläge in Moskauer U-Bahn organisiert – Putin
    Blutroter Himmel für Nato-Weihnachten 2019 – Lauter die Panzermotoren nicht dröhnen
    Terroristen-Auto von US-Geheimwaffe getroffen – Fotos, Video
    Tags:
    Anwalt, Zeitung, Fotos, Scheidung, Erpressung, Donald Trump, Jeff Bezos, USA