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02:49 20 August 2019
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    Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaido

    Venezuela: Streit um humanitäre Hilfe - erste Güter in einer Woche erwartet – Guaidó

    © Sputnik / Leo Alvarez
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    Im Zuge der Venezuela-Krise nimmt der Streit um humanitäre Hilfslieferungen für die Bevölkerung dieses südamerikanischen Landes immer mehr zu. Der Oppositionsführer Juan Guaidó erwartet laut der Agentur AFP die erste Partie von humanitären Hilfsgütern bereits in der nächsten Woche.

    „Ich denke, dass sie (die Hilfe – Anm. d. Red.) in der kommenden Woche erfolgen wird,  wenn wir den Freiwilligen-Dienst und den Prozess zur Verteilung der Hilfe organisiert haben werden“, sagte er in Bezug darauf, wann die erste humanitäre Hilfslieferung aus dem Ausland eintreffen werde.    

    Die Opposition ist sich ihm zufolge darüber im Klaren, dass die Grenze zu Kolumbien zurzeit blockiert ist. Die Streitkräfte Venezuelas stünden „vor einem schwierigen Dilemma, die Hilfe anzunehmen oder nicht“.     

    Die humanitären Hilfsgüter für die Venezolaner konzentrieren sich an einem Sammelplatz in Cúcuta im Nordosten Kolumbiens an der Grenze zu Venezuela.

    Bisher hatten die venezolanischen Behörden es abgelehnt, den humanitären Kanal zu öffnen, worauf aber die Opposition und eine Reihe von Staaten bestehen. Indes hatten die venezolanischen Behörden  offenbar eine mehrspurige Brücke zum Nachbarland Kolumbien abgeriegelt, über die der selbsternannte „Übergangspräsident“ Guaidó Hilfsgüter aus den USA einführen wollte, um sie dann verteilen zu lassen.  

    Zuvor hatte Präsident Nicolás Maduro die Versuche, humanitäre Hilfsgüter nach Venezuela zu bringen, eine „unrechte Show“ genannt und erklärt, er werde sie nicht zulassen.  

    Nach Beobachtereinschätzungen könnte der Disput über diese Hilfsgüter den Konflikt weiter anheizen.

    Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, im Zuge der Massenproteste gegen den Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, selbst zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt.

    Die USA und einige andere Staaten haben Guaidó als Interimsstaatschef anerkannt und von Präsident Maduro gefordert, keine Gewalt gegen die Opposition zuzulassen.

    Russland, China, die Türkei und einige weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den USA inszenierten Putsch-Versuch sprach.

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    Tags:
    Streit, Humanitäre Hilfsgüter, Nicolás Maduro, Juan Guaidó, Russland, Türkei, China, Kolumbien, Venezuela