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13:20 20 Juli 2019
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    Medikamente und Fieberthermometer (Symbolbild)

    Neue Wohlstandskrankheit etabliert sich in Deutschland: Jeder Dritte betroffen

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    Eine neue Wohlstandskrankheit scheint sich in Deutschland auszubreiten – und das unauffällig. Die meisten würden noch nicht einmal wissen, dass sie betroffen sind, berichtet das Portal merkur.de mit Verweis auf die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

    Der Meldung zufolge soll bereits jeder Dritte in Deutschland am sogenannten metabolischen Syndrom leiden. Auch unter der Bezeichnung „Insulinresistenz-Syndrom“ bekannt, soll es bedrohlich und bereits jetzt weit verbreitet sein.

    Insgesamt verbinde das Syndrom in sich vier Gesundheitsstörungen, die allesamt aus dem modernen Lebensstil resultieren würden. Dazu würden Übergewicht, Bluthochdruck, hoher Blutzucker und erhöhte Blutfettwerte gehören.

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    Aus dieser Kombination seien Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gicht, Schlaganfälle, Herzinfarkte sowie Nieren- oder Augenschäden sehr wahrscheinlich.

    „Unbehandelt ist das metabolische Syndrom auch heute noch eine Zeitbombe“, erklärt Dr. Eric Martin bei pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesärztekammer. 

    Sogar ein „einfaches“ Übergewicht könne auf Dauer gefährliche Prozesse auslösen, da das Fettgewebe Entzündungsbotenstoffe bilde, die sich negativ auf den ganzen Körper auswirken würden.

    „Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem“, betont Dr. Martin.

    In einem längeren Prozess könne die entzündliche Fettleibigkeit in einer Insulinresistenz enden, die wiederum das metabolische Syndrom auslösen kann.

    Die Wirkung des körpereigenen Hormons Insulin werde in Folge gestört. Der Körper versuche daraufhin noch mehr Insulin zu produzieren, das Insulin-Überangebot würde schließlich Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose begünstigen.

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    Das beste Gegenmittel gegen das metabolische Syndrom sei dabei eine gesunde Ernährung, viel Sport und eine Gewichtsreduktion – Medikamente seien eher zweitrangig.

    „Der Griff zum Medikament ist oft bequemer – wirkt aber nur gegen einzelne Aspekte des Syndroms. Hier müssen Ärzte und Apotheker noch viel Aufklärungsarbeit leisten“, so Dr. Martin.

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    Tags:
    Metabolisches Syndrom, Insulinresistenz-Syndrom, Insulin, Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Deutschland