08:20 16 Dezember 2019
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    Polizeiwagen in Kiew (Archivbild)

    Wähler stürmen Polizeirevier in Kiew: Für Polizeichef sind sie „Radikale“

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    Die ukrainische Polizei wird laut ihrem Chef Sergej Knjasew auch weiterhin kompromisslos gegen das radikale Vorgehen von Wählern angehen. Als Beispiel nennt er den Versuch von Samstag, ein Polizeirevier in Kiew zu stürmen.

    „Die Radikalisierung von Wählern, Anhängern gehört nicht zu den demokratischen Prinzipien. Wer steckt hinter dem Versuch, ein Polizeirevier zu stürmen? Für wen ist dieses Bild?! Wir akzeptieren Rechtsanwälte, Menschenrechtler, alle zivilisierten Mittel, aber nicht solche Wahlmethoden. Wir werden legitim, ordnungsgemäß, aber kompromisslos agieren“, zitiert der Pressedienst der Polizei auf seiner Webseite Knjasew.

    Zuvor hatte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt, sie habe ein Strafverfahren wegen Überschreitung der Vollmachten von Polizisten eingeleitet. Sie hätten nahe einem Polizeirevier Demonstranten verprügelt.

    Am Samstag nahm die Polizei eine Gruppe fest, die am Ort eines Treffens der ukrainischen Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko mit Wählern mit Brillantgrün, Pfefferspray und Messern bewaffnet eingetroffen waren. Danach hätten Anhänger der Festgenommenen ein Polizeirevier gestürmt. Es habe 40 Festnahmen gegeben. Drei Polizisten hätten Verletzungen erlitten.

    Die Präsidentschaftswahl in der Ukraine ist für den 31. März anberaumt.

     

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    Tags:
    Festnahme, Demonstranten, Polizei, Präsidentschaftswahl, Partei Batkiwschtschina, Julia Timoschenko, Sergej Knjasew, Ukraine