17:54 19 Februar 2019
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    Gemälde von Adolf Hitler bei Versteigerung

    Auktion in Nürnberg: Hitlers Bilder finden keinen Käufer

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
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    Fünf Aquarelle, die angeblich von Adolf Hitler gemalt wurden, sind bei einer Auktion am Samstagnachmittag in Nürnberg nicht unter den Hammer gekommen.

    Wie die britische Zeitung „The Guardian“ schreibt, seien die Bieter vor der bedenklichen Echtheit der Bilder und vor hohen Startpreisen zurückgeschreckt.

    Die vom Auktionshaus Weidler organisierte Versteigerung war Artefakten aus Nazi-Deutschland gewidmet. Die Startpreise lagen bei 19.000 und 45.000 Euro.

    Neben den mit Hitlers Signatur versehenen Aquarell-Landschaften wurden auch Gegenstände aus seinem persönlichen Besitz, darunter ein Korbsessel mit Hakenkreuz, zur Versteigerung angeboten.

    Wenige Tage zuvor waren mehrere Lose von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Zweifel an ihrer Authentizität sichergestellt und aus der Auktion herausgenommen worden.

      

    „The Guardian“ verweist indes auf die Stellungnahme von Dr. Stephan Klingen vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte München. Dem Experten zufolge war Hitlers Stil der „eines ambitiösen Amateurs“, dessen Aquarelle sich durch nichts von Hunderttausenden ähnlichen Werken aus dieser Zeit unterschieden hätten. Auch dadurch sei eine Verifizierung der Bilder sehr erschwert, heißt es.

    Ulrich Maly, der Oberbürgermeister von Nürnberg, in dem 1945 ein internationaler Strafprozess gegen die Nazi- und Kriegsverbrecher staatgefunden hatte, kritisierte die Auktion als geschmacklos.

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    Tags:
    Auktion, Bilder, The Guardian, Adolf Hitler, Deutschland