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01:51 23 Juli 2019
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    Geiger (Symbolbild)

    Ein erster Schritt zum Weltruhm: Junge Virtuosen aus Russland brillieren in Berlin

    © Sputnik / Wladimir Pesnja
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    Andrej Iwanowski
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    Alexander Rubljow, Valeria Abramowa, Roman Schebelew – noch kennt niemand diese Namen. Genauso wie die Namen von Sofia Safronowa oder Alexandra Swerewa kaum jemandem ein Begriff sind. Einen ersten Schritt zur erfolgreichen Musikkarriere, vielleicht auch zum internationalen Ruhm haben sie jetzt aber bereits gemacht – in Berlin.

    Die blutjungen Violine-, Trompete- bzw. Klarinette-Virtuosen sind Mitglieder des russischen Jugend-Sinfonieorchesters, das 2012 auf Initiative des russischen Weltstars Juri Baschmet gegründet wurde. Der international gefragte Bratschist und Dirigent startete damals ein einmaliges Projekt: Durch Castings an allen Ecken und Enden Russlands – in Sibirien, an der Wolga, in St. Petersburg oder am Uralgebirge – wurden die begabtesten Jungen und Mädchen zwischen elf und 21 Jahren auserkoren, aus denen Maestro Baschmet ein Sinfonieorchester unter seiner Stabführung zusammenstellte. Eine Herausforderung sowohl für die jungen Talente als auch für den 66-jährigen Meister selbst.

    • Russische Jungvirtuosen und Talente – am 11. Februar in Berlin
      Russische Jungvirtuosen und Talente – am 11. Februar in Berlin
      © Sputnik / Andrey Ivanovskiy
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      Russische Jungvirtuosen und Talente – am 11. Februar in Berlin
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    Russische Jungvirtuosen und Talente – am 11. Februar in Berlin

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    „Praktisch wird den jungen Musikern beigebracht, wie man in einem Sozium lebt“, erläutert Baschmet die Idee seines Projekts: „Wie sich eine einzelne musikalische Persönlichkeit in einem Kollektiv von 100 anderen Persönlichkeiten zurechtfinden muss.“

    Technologisch erfolgt die Talentsuche laut Baschmet wie folgt: „Wir kommen etwa nach Tjumen in Sibirien und hören uns mehrere Stunden lang die Kandidaten und Kandidatinnen an, die sich bereits ein halbes Jahr lang auf diesen Termin vorbereitet hatten.“ Danach kommt die nächste Station irgendwo in Süd-, Nord- oder Zentralrussland. Die Zusammensetzung des Orchesters erneuert sich alle zwei Jahre. In der jetzigen haben sich beispielsweise junge Talente aus etwa zwei Dutzend russischen Städten versammelt.

    Wenn die Orchester-Mitglieder endlich zur ersten gemeinsamen Probe zusammenkommen, ist dies für sie auch die erste Gelegenheit, einander kennenzulernen. Innerhalb weniger Tage muss aber ein „abnehmergerechtes“ Zusammenspiel erreicht werden – eine Herausforderung, die selbst für versierte Meister nicht unbedingt im Handumdrehen zu meistern ist. Denn anschließend kommt ein erster Schritt in das seriöse Berufsleben ohne Rücksicht auf das zarte Alter, nämlich richtig professionelle Touren durch Russland, aber auch im Ausland.

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    Mit seinem Jugendorchester, auf dessen Programm die kompliziertesten Werke von Tschaikowski, Grieg, Schostakowitsch etc. stehen, gastierte Baschmet unter anderem in Genf, Berlin, Mailand, Amsterdam, Wien, Tokio und Schanghai. Einen speziellen Höhepunkt bildete der Auftritt beim feierlichen Abschluss der Olympia-Winterspiele in Sotschi 2014.

    Am 11. Februar tritt Baschmets Jung-Truppe im Rahmen des in Deutschland gerade gestarteten ambitionierten Festivals Russische Saisons in der Berliner Philharmonie auf, wo sie den russischen Violine-Star Vadim Repin begleiten wird. Einen Tag zuvor bot sich einigen der Orchester-Mitglieder im Berliner Haus der Russischen Wissenschaft und Kultur die seltene willkommene Gelegenheit, einmal als Solisten aufzutreten.

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    Tags:
    Virtuosen, Talente, Künstler, Musik, Berlin, Deutschland, Russland