07:00 22 Oktober 2020
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    Zehntausende Mädchen und Jungen werden nach UN-Angaben in Krisenregionen als Kindersoldaten missbraucht. Sie müssen kämpfen, als „lebende Schutzschilde“ agieren oder werden sexuell missbraucht.

    Gesicherte Zahlen fehlten zwar, doch manche Schätzungen gingen von bis zu 250.000 Kindersoldaten weltweit aus, berichtet Spiegel Online unter Berufung auf Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Der 12. Februar ist der Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

    Besonders viele Kinder werden demnach von Konfliktparteien in den langwierigen Konflikten im Südsudan, in der Zentralafrikanischen Republik, in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, in Syrien und im Jemen für ihre Zwecke missbraucht. Auch in Afghanistan, Mali oder Myanmar würden Mädchen und Jungen als Kindersoldaten oder Helfer von bewaffneten Gruppen eingesetzt.

    Nicht alle Kinder ziehen laut dem Bericht auch in den Kampf, viele müssten sich als Späher oder Botschafter nützlich machen oder kochen, tragen und Holz sammeln. Manche Mädchen würden mit Kämpfern zwangsverheiratet, und Mädchen ebenso wie Jungen würden sexuell missbraucht.  In extremen Fällen würden Kinder gezwungen, als „lebende Schutzschilde“ zu agieren oder sich auf belebten Plätzen selbst in die Luft zu sprengen.

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