00:35 24 April 2019
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    Ein russisches Sojus-Raumschiff auf dem Kosmodrom Baikonur

    So lange werden USA noch von russischen Sojus-Raumschiffen abhängig sein – Quelle

    © Sputnik / Alexey Filippov
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    Die USA verlängern laut einer Quelle in der russischen Raketen- und Weltraumbranche die Nutzung von Sojus-Raumschiffen zur Beförderung ihrer Kosmonauten zur Internationalen Raumstation (ISS) und zurück zur Erde bis 2020.

    Laut der Quelle sollen sich die Nasa-Astronauten Nick Hague und Andrew Morgan nach einem neuen Schema nun neun Monate anstatt der geplanten sechs auf der ISS aufhalten.

    Wie der Informant weiter ausführte, soll Hague am 14. März zur ISS starten und am 18. Dezember zur Erde zurückkehren, Morgan am 6. Juli und entsprechend im April 2020.

    Dies werde der Nasa ermöglichen, mindestens einen Kosmonauten im US-amerikanischen Segment der ISS für seine Bedienung zu belassen.

    Damit verfolgten die USA das Ziel, sich für den Fall abzusichern, sollten regelmäßige Flüge neuer bemannter US-Raumschiffe verschoben werden, so die Quelle.

    „Mit anderen Worten verlängert sich die Abhängigkeit der US-amerikanischen Seite von russischen Sojus-Raumschiffen von Dezember 2019 bis April 2020.“

    Nach der Schließung des Projekts Space Shuttle 2011 hatten die USA den unabhängigen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS verloren und lassen ihre Astronauten seitdem mit russischen Sojus-Schiffen ins All bringen.

    Die USA bauen derzeit an mehreren bemannten Schiffen für Flüge zur Umlaufbahn und zum Mond. Außerdem gibt es in den USA bereits zwei Typen privater Raumschiffe, die Frachten zur ISS bringen. 

    Die Testflüge der neuen bemannten US-Raumschiffe, die die Abhängigkeit von Russland beseitigen sollen, werden aber immer wieder verschoben. Jetzt ist geplant, Ende 2019 regelmäßige Flüge dieser Raumschiffe aufzunehmen. 

     

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    Tags:
    Flüge, Abhängigkeit, Sojus, Shuttle, Internationale Raumfahrtstation (ISS), Andrew Morgan, Nick Hague, USA