09:54 13 Dezember 2019
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    Arbeiter des Kraftwerkbetreibers Tepco und Journalisten blicken auf die Ruine des havarierten Atomkraftwerks (Februar 2012)

    Erstmals nach Katastrophe: Experimente mit Kernbrennstoff in Fukushima 1 gestartet

    © AFP 2019 / Issei Kato
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    Das Energieversorgungsunternehmen TEPCO – der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima-1 – hat erstmals nach der Havarie Kontaktexperimente mit jenem geschmolzenen Kernbrennstoff begonnen, der sich auf dem Grund des zweiten Reaktors festsetzte. Dies berichtet die japanische Zeitung „Mainichi“.

    Am frühen Mittwoch wurde demnach eine spezielle 15 Zentimeter lange Röhre mit zwei „Fingern“ ins Innere des Reaktors gebracht. Laut der Zeitung kann das Gerät zwei Kilogramm schwere Objekte heben. Der hochradioaktive Brennstoff soll laut der Zeitung während des Tests innerhalb des Reaktors bleiben.

    Die Japaner wollen somit prüfen, ob das Gerät den Kernbrennstoff an die Oberfläche heben kann. Die Ergebnisse sollen am Abend publik gemacht werden.

    Am 11. März 2011 ereignete sich eines der größten Erdbeben in Japan. Den unterirdischen Erdstößen mit einer Stärke von 9,1 folgte ein dadurch ausgelöster Tsunami. Die Naturkatastrophe führte zu einem Ausfall des Kühlsystems von Reaktoren des AKW Fukushima-1, was Risse in Reaktoren und eine radioaktive Verseuchung der Gegend zur Folge hatte.

    Mehr als 300.000 Einwohner mussten das Gebiet verlassen. Infolge der Naturkatastrophe und der nachfolgenden technischen Katastrophe haben 18.000 Menschen ihr Leben verloren.

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    Tags:
    Kernbrennstoff, Reaktor, Experiment, Havarie, Fukushima, Japan