04:15 22 April 2019
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    Gerichtsurteil

    Sie wollte offenbar nach Russland fliehen: Ex-Geheimdienstagentin in USA angeklagt

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    In den USA ist die ehemalige Mitarbeiterin des Nachrichtendienstes der US-Luftwaffe Monica Witt wegen Spionage für den Iran angeklagt worden. In der Anklageschrift heißt es außerdem, dass Witt im Jahr 2013 nach Russland fliehen wollte.

    Witt hatte sich nach US-Medienberichten im Jahr 2013 in den Iran abgesetzt und ist auf freiem Fuß.

    Die 39-Jährige hatte offenbar im Zeitraum von 2012 bis 2015 geheime Informationen bezüglich der nationalen Sicherheit der USA an die iranische Regierung übermittelt.

    Die Anklageschrift enthält Auszüge aus der Korrespondenz der Frau mit einer Person mit der doppelten Staatsbürgerschaft der USA und des Irans. Diese Person, die namentlich nicht genannt wird, ist laut der Staatsanwaltschaft mit iranischen Geheimdiensten verbunden.

    Monica Witt
    © REUTERS / Courtesy FBI/Handout
    Monica Witt

    Im Juli soll Witts Kontaktperson sie davor gewarnt haben, dass die iranischen Behörden Verdacht gegen sie geschöpft hätten. Die Iraner sollen sich gefragt haben, wie sich die Frau die Reisen durch Asien leisten könne, obwohl sie nach eigenen Angaben pleite sei.

    „Was auch immer passiert, werden sie einfach misstrauisch sein, oder?… Ich hoffe einfach, dass ich jetzt mehr Glück mit Russland haben werde. Ich ärgere mich immer mehr über das Ausmaß des Misstrauens der Iraner“, schrieb die 39-jährige Ex-Agentin der Anklageschrift zufolge.

    Offenbar wollte Witts dem Beispiel des NSA-Whistleblowers Edward Snowden folgen: „Wenn alles andere nicht funktioniert, könnte ich einfach in einer Sendung an die Öffentlichkeit gehen und es Snowden nachmachen.“

    „Ich glaube, ich kann heimlich nach Russland schlüpfen, wenn sie mir helfen. Und dann kann ich von dort aus WikiLeaks kontaktieren, ohne meinen Standort zu verraten“, heißt es in dem Dokument weiter.

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    Tags:
    Gericht, Anklage, Geheimdienst, Iran, Russland, USA