21:25 24 September 2020
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    Der Kölner Sozialarbeiter und Journalist Adil Demirci wird nach Medienberichten aus der Untersuchungshaft in der Türkei entlassen. Das beschloss ein Gericht in Istanbul.

    An der Verhandlung nahmen der deutsche Generalkonsul Michael Reiffenstuel, der Kölner SPD-Abgeordnete Rolf Mützenich und der Kölner Linken-Stadtrat Jörg Detjen als Beobachter teil. Demirci hatte zuvor zum wiederholten Male seine Freilassung beantragt.

    Demirci war im vergangenen April festgenommen worden, als er seine schwer erkrankte Mutter nach Istanbul begleitete. In der Wohnung seines Onkels war er von einem „Anti-Terror-Kommando“ festgenommen worden.

    Ihm und seinen 22 Mitangeklagten wurde vorgeworfen, in den Jahren 2013, 2014 und 2015 an Beerdigungen von Mitgliedern der verbotenen linksextremen MLKP und der kurdischen YPG teilgenommen zu haben, die bei Polizeirazzien in Istanbul und im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat* (IS) in Syrien getötet worden waren. Sie werden deshalb der Mitgliedschaft in der MLKP verdächtigt.

    Demirci hatte bei dem Prozessauftakt am 20. November die Teilnahme an Beerdigungen zwar bestätigt, bestritt eine Mitgliedschaft in einer Terrororganisation jedoch ab.

    *Eine Terrororganisation, in Russland verboten

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    Tags:
    Gericht, Journalist, Untersuchungshaft, Istanbul, Türkei