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12:53 22 Juli 2019
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    Kinder unter Flüchtlingen aus dem von Islamisten besetzten Gebiet Baghuz

    Jährlich mehr als 100.000 getötete Babys durch Kriege oder Konflikte weltweit

    © AFP 2019 / Delil Souleiman
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    Laut einem Bericht der Kinderrechtsorganisation „Save the Children“ sterben mehr als 100.000 Säuglinge jedes Jahr durch Kriege und Konflikte in den zehn am schlimmsten betroffenen Ländern.

    Aus dem am Freitag anlässlich der 55. Münchner Sicherheitskonferenz veröffentlichten Bericht geht zudem hervor, dass fast jedes fünfte Kind in einem Konfliktgebiet aufwächst. 2017 lag diese Zahl demnach bei 420 Millionen.

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    „Das ist mehr als je zuvor in den vergangenen 20 Jahren“, teilte die Leiterin von Save the Children International, Helle Thorning-Schmidt, mit.

    Zu Beginn der 1990er Jahre waren es laut Bericht halb so viele Jungen und Mädchen, die in Kriegen oder Konflikten aufgewachsen sind.

    Die Kinderrechtsorganisation Save the Children zählt Afghanistan, Jemen, Südsudan, die Zentralafrikanische Republik, die Demokratische Republik Kongo, Syrien, Irak, Nigeria, Somalia und Mali zu den zehn gefährlichsten Ländern für Kinder. Dort sollen zwischen 2013 und 2017 mindestens eine halbe Million Säuglinge wegen Folgen von Kriegen und Konflikten umgekommen sein.

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    Die meisten dieser Todesopfer sind auf indirekte Folgen wie Hunger, mangelnder Zugang zur Gesundheitsversorgung oder zerstörte Infrastruktur zurückzuführen. „Bezieht man die Kinder unter fünf Jahren mit ein, sind es sogar mindestens 868.000“, so Helle Thorning-Schmidt.

    Auch die UNO verweist auf das Leid von Kindern in Konfliktländern sowie auf die Notlage der Menschen, die aus diesen Gebieten fliehen.

    Erst vergangene Woche ist darüber berichtet worden, dass bei Kämpfen in Nordostsyrien 35 Kinder bei der Flucht in ein Notaufnahmelager ums Leben gekommen seien. Laut dem UN-Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA) war die Lage zu dem Zeitpunkt für Zivilsten, die vor den Kämpfen in der Region der Stadt Hadschin in der syrische Provinz al-Hasaka geflohen waren, dramatisch.

    Dort kämpfen seit einigen Monaten arabisch-kurdische Einheiten der „Demokratischen Kräfte Syriens“ (SDF), unterstützt von der internationalen US-geführten Koalition, gegen die Reste der Terrormiliz „Islamischer Staat“*.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

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    Tags:
    Kriege, bewaffnete Konflikte, Konflikte, Todesopfer, Zivilisten, Opfer, Kinder, Demokratische Kräfte Syriens (SDF), Islamischer Staat, IS, Uno, Save the Children, Helle Thorning-Schmidt, Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo, Südsudan, Mali, Somalia, Jemen, Nigeria, Syrien, Irak, Afghanistan