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23:10 19 August 2019
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    Michael Calvey in Moskau in Gewahrsam genommen

    Größter Fonds in Russland: US-Investor in Moskau in Gewahrsam genommen

    © REUTERS / Tatyana Makeyeva
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    In Moskau sind der Gründer sowie mehrere Mitarbeiter von Baring Vostok, des größten Investmentfonds in Russland, in Polizeigewahrsam genommen worden. Der Gründer des Fonds – der 51-jährige US-Bürger Michael Calvey – wird des Betrugs in Milliardenhöhe verdächtigt.

    Hintergrund des Gewahrsams war der Streit um die Vostochny Bank (auch Orient Express Bank genannt), an der das Investmentunternehmen beteiligt ist, teilt die Webseite von Baring Vostok mit. Das Vorgehen der Justizbehörden stehe „nicht in direktem Zusammenhang“ mit den Geschäften des Fonds.

    Es geht laut Medienberichten um einen Betrug in Höhe von 2,5 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 33 Millionen Euro). Dem US-Amerikaner könnten bis zu zehn Jahre Gefängnis drohen.

    Ein Moskauer Gericht ordnete am Freitag die Festnahme von fünf Verdächtigen im Fall Baring Vostok an, wie ein Korrespondent von RBC-Daily berichtet. Der Gewahrsam für Calvey wurde um 72 Stunden verlängert, von dessen Verhaftung sah das Gericht jedoch ab.

    Das Ganze kommt zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt: Gerade findet in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi ein Investmentforum statt, an dem ausländische Investoren teilnehmen.

    Baring Vostok ist seit Jahren in Russland aktiv und hält Anteile an namhaften russischen Firmen. Bereits 1994 hatte Calvey seinen Investmentsfonds gegründet. Derzeit ist der Fonds laut eigenen Angaben in über 80 Projekte involviert. Die bekannteste und erfolgreichste Investition in Russland war der Einstieg beim Internetriesen Yandex.

     

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    Tags:
    Investment, USA, Moskau, Russland