05:52 23 April 2019
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    Bundestagsgezwitscher

    Rote Hände, Hammelsprung und Münchener Sicherheitskonferenz – Twittergewitter

    © Sputnik / Ewgenija Tschessnokowa/ Illustration
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    Ilona Pfeffer
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    So abwechslungsreich kann eine Arbeitswoche im Leben eines Bundestagsabgeordneten sein: Die Hände in rote Farbe tauchen, wegen eines vermissten Ministers den Hammelsprung machen und bei der Münchener Sicherheitskonferenz auf dem internationalen Parkett mitdiskutieren. Unser Twitter-Gewitter der Woche.

    Ungewohnt zahm und versöhnlich beginnt die Woche unserer Bundestagsabgeordneten, denn am 11. Februar ist Tag des Notrufes. Über die Parteigrenzen hinweg nutzen die Politiker den Anlass, um die Wichtigkeit der Arbeit unserer Rettungskräfte zu unterstreichen und ihre Dankbarkeit auszudrücken. So auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU):

    ​Grünen-Politiker Cem Özdemir belehrt uns obendrein, wie eine “anständige” Rettungsgasse auszusehen hat.

    ​In eigenen Sanitäter-Erinnerungen schwelgt Johannes Vogel von der FDP…

    ​…und sein Parteikollege Wieland Schinnenburg möchte öfter die 112 anrufen.

    ​Dann doch lieber Standartenfrühschoppen mit den Vettelschosser Kürassieren.

    ​Auch der Dienstag bietet Raum für symbolische Gesten und effektvolle Fotos. Am sogenannten „Red Hand Day“ haben die Abgeordneten die Gelegenheit, sich die Hände rot anzumalen und sich gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten zu positionieren. Nach Schätzungen von UNICEF werden weltweit etwa 250.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Das muss endlich aufhören, findet Sepp Müller (CDU).

    ​Rechte statt Waffen für Kinder fordert Grünen-Abgeordneter Kai Gehring.

    ​Und Linken-Vorsitzender Bernd Riexinger findet, auch in Deutschland müsse die Rekrutierung Minderjähriger aufhören.

    ​Zur Wochenmitte bekommt das Volksbegehren Artenvielfalt über Bayerns Grenzen hinaus Aufmerksamkeit, denn einen Tag vor Ablauf der Eintragungsfrist hat es die Hürde von knapp einer Million Unterstützern erreicht. Ein Hoffnungsschimmer für die Bienen und ein Grund zur Freude im Bundestag.

    ​Am Donnerstag will die FDP, dass sich der Bundestag mit ihrem Antrag zum Thema Steuerentlastung befasst. Dumm nur, dass der zuständige Minister Olaf Scholz nicht da ist. Die Linke will ihn herbeirufen lassen, die SPD weigert sich. Am Ende steht der Hammelsprung. Morgengymnastik für die einen…

    ​…eine ärgerliche Verlängerung der Sitzungsdauer für die anderen.

    ​Auf jeden Fall Zeit für lustige Selfies.

    ​Und gebracht es dann wohl trotzdem nichts.

    Der stellvertretende CSU-Generalsekretär Florian Hahn unterstreicht, dass die 2 Prozent Rüstungsausgaben kein Selbstzweck sein dürfen.

    ​Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock scheint von der Rede des Leiters der Konferenz, Wolfgang Ischinger, ganz angetan zu sein und beschwört ein gemeinsames Europa.

    ​Außenminister Heiko Maas (SPD) möchte den Einsatz für die internationale Ordnung verdoppeln.

    ​Und nur die Linke scheint der Veranstaltung kritisch gegenüber zu stehen:

    ​Während die Münchener Sicherheitskonferenz weitergeht, entlassen wir Sie in ein sonniges Wochenende. Unsere Reporter sind bei der MSK vor Ort. Alle Informationen rund um die Konferenz können Sie auf unserer Seite verfolgen.

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