SNA Radio
    Asteroid (Symbolbild)

    Nur noch wenige Jahre bis zum Weltuntergang? Forscher nennen das Datum

    CC0
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Tatjana Pitschugina
    4577232

    Zusammenstoß mit einem Himmelskörper, Umweltkatastrophen oder tödliche Naturgewalten. Das alles könnte die Menschheit bald auslöschen. Das sind keine Phantasien der Medien oder aus Hollywood, sondern Prognosen von Wissenschaftlern. Lesen Sie in diesem Artikel, wie viel Zeit uns noch bleiben soll.

    2036

    In Erwartung des Weltunterganges versteckten sich Oktober 2007 die Einwohner eines Dorfes im russischen Gebiet Pensa in einer Höhle. Ihnen zufolge hätte die Menschheit im Mai 2008 bei einem Kometeneinschlag auf der Erde umkommen sollen. Da es nicht zur Katastrophe kam, verließen sie allmählich ihr Versteck.

    Über den Weltuntergang gibt es in vielen Religionen unterschiedliche Lehren. Im Christentum wurde der „Tag des Jüngsten Gerichts“ für das Jahr 1000 und dann 2000 vorhergesagt. Im Maya-Kalender fiel das Ende der Menschheit auf das Jahr 2012.

    Die Gefahr soll vom Himmel kommen. Dabei haben Astronomen alle mehr oder weniger großen Weltraumobjekte entdeckt, die sich der Erde in einer gefährlichen Entfernung annähern könnten. Doch ist die Präzision der Berechnungen der Flugbahnen begrenzt, weshalb ein Zusammenstoß nicht immer ausgeschlossen werden kann.

    Wissenschaftler sind vor allem über den Asteroid „Apophis“ besorgt, der 2029 zurückkehren und am 13. April nur 38.000 Kilometer an der Erde vorbeifliegen soll. Es gibt eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass eine Kursabweichung in eine 600 Meter breite Zone des Gravitationsfelds seine Flugbahn gefährlich ändern könnte. Bei der nächsten Rückkehr im Jahr 2036 würde er dann auf die Erde einschlagen.

    Am Keldysch-Institut für angewandte Mathematik und an der Technischen Universität Bauman in Moskau berechneten Forscher, dass beim Einschlag dieses Kometen der russische Ferne Osten, die Länder Zentralamerikas und Westafrikas besonders gefährdet sind.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Forscher untersuchen: Wird die Menschheit eine Zombie-Apokalypse überleben?<<<

    2026

    Vor über 50 Jahren bestimmte der amerikanische Mathematiker Heinz von Foerster mit Kollegen einen Artikel in der Zeitschrift „Science“ ein genaues Datum des Weltuntergangs: 13. November 2026. An diesem Tag werde die Bevölkerungszahl der Erde nicht mehr exponentiell, sondern unendlich wachsen.

    Bei seinen Berechnungen nutzte Foerster zwei Parameter, die das Schicksal jeder Population lebender Wesen bestimmen – Fertilität und Lebensdauer. Sein deutscher Kollege, Astrophysiker Sebastian von Hoerner, nahm weitere Parameter hinzu, die mit der menschlichen Lebensweise verbunden sind. Er kam zum Schluss, der Weltuntergang werde sich zwischen 2020 und 2050 ereignen. In diesem Zeitraum werde die Bevölkerung der Erde so stark zunehmen, dass sie sich nicht mehr selbst ernähren könne. Wegen der industriellen Umweltbelastungen wie der CO2-Ausstoß werde die Temperatur des Planeten lebensfeindliche Temperaturen erreichen.

    US-Wissenschaftler ergänzten die Werte in Hoerners Formel, die sich während der vergangenen drei Jahrzehnte änderten. Es stellte sich heraus, dass der Weltuntergang sich erst zwischen 2300 und 2400 ereignen würde. Ein Grund war allerdings identisch: Die vom Menschen verursachte globale Klimaerwärmung, also Überhitzung des Planeten.

    21. Jahrhundert

    1972 stellte der Club of Rome — ein Zusammenschluss von Experten verschiedener Disziplinen – einen Bericht über die Grenzen der Entwicklung der Zivilisation vor. Die Verfasser analysierten das Wachstum der Bevölkerung, der Industrie, des Verbrauchs von nicht erneuerbaren Ressourcen und die die Verschlechterung der Ökologie. Sie kamen zum Schluss, dass ein Kollaps der Menschheit im 21. Jahrhundert sehr wahrscheinlich ist. Allerdings könne er verhindert werden, wenn die menschliche Lebensweise, die Politik und technologische Entwicklung geändert werden.

    Anfang der 80er gaben gleich mehrere Mathematiker an, die Zukunft der Menschheit mit dem gegenwärtigen Wissensstand berechnen zu können. Diese Theorie ist inzwischen auch bekannt als das „Doomsday argument“.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Für den Weltuntergang üben: Nasa will Asteroiden rammen<<<

    Die Mathematiker gehen davon aus, dass wir in einem Prozess eher zufällig die Mitte statt den Anfang oder das Ende auswählen. So können wir davon ausgehen, dass sich unsere Zivilisation in der Mitte ihres Wegs befindet und noch einige Jahrhunderte oder gar Jahrtausende vor sich hat. Der Futurologe Alexej Turtschin führt in seinem Buch „Struktur der globalen Katastrophe“ verschiedene Herangehensweisen zur Berechnung des Weltuntergangs-Datums an. Die meisten weisen darauf hin, dass die bekannte Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit im 21. Jahrhundert enden wird.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Kometen, Astrologe, Meinung, Weltuntergang, Westafrika, Ferner Osten, Erde, Zentralamerika, Russland