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    Microsoft-Hololens-Brille

    Microsoft-Mitarbeiter protestieren gegen Kooperation mit US-Militär

    © AP Photo / Elaine Thompson
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    Eine Gruppe von Mitarbeitern des US-Unternehmens Microsoft hat nach Angaben des Senders NBC das Unternehmen dazu aufgerufen, auf den geplanten Verkauf der Mixed-Reality-Brillen Hololens an die US-Armee zu verzichten.

    Im November vergangenen Jahres hat Microsoft von dem Militär einen Auftrag über die Lieferung von 100.000 Exemplaren der Augmented-Reality-Systeme erhalten. Der Wert des vereinbarten Deals beläuft sich dem NBC-Bericht zufolge auf 480 Millionen Dollar.

    Die israelische sowie die amerikanische Armee nutzt die Hololens schon längst in ihren Trainings. Nun will das US-Militär die Microsoft-Technologie im Kampfeinsatz und in der Ausbildung verwenden.

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    Aus Sicht der amerikanischen Regierung soll die Hololens die Fähigkeit der einzelnen Soldaten verbessern, schneller ihre Entscheidungen zu treffen und den Feind früher zu erkennen und zu bekämpfen.

    Als Reaktion haben 50 Microsoft-Mitarbeiter einen Brief unterzeichnet, in dem die Kooperation des Unternehmens mit der amerikanischen Armee aufs Schärfste kritisiert wird:

    „Wir sind beunruhigt darüber, dass Microsoft daran arbeitet, dem US-Militär Waffentechnologie zur Verfügung zu stellen und die Regierung des Landes bei der ‚Erhöhung der Tödlichkeit’ zu unterstützen. Wir haben uns nicht für die Entwicklung von Waffen gemeldet, und wir fordern ein Mitspracherecht bei der Verwendung unserer Arbeit“, heißt es in dem Schreiben an Microsoft CEO Satya Nadella und Präsident Brad Smith.

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    Anschließend warnen die Brief-Autoren davor, dass der Hololens-Einsatz auf dem Schlachtfeld die „Kriegsführung in ein simuliertes ‚Videospiel‘ verwandeln und die Soldaten weiter von den grausamem Herausforderungen des Krieges und der Realität des Blutvergießens entfernen“ würde.

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    Tags:
    Vertrag, Kooperation, Technologie, US-Militär, Microsoft, USA