16:17 25 April 2019
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    Was macht die Mieze froh? Katzen-Coach klärt auf

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    Sind Sie auch hin und wieder mit ihrer Mieze überfordert und verstehen sie und die Welt nicht mehr? Keine Bange, es geht nicht nur Ihnen so. Katzen-Coach Michaela Schneider hat gegenüber der Kleinen Zeitung erklärt, wie die fünf häufigsten Unarten behoben werden können – damit aus dem kleinen Tyrann schnell wieder eine Samtpfote wird.

    Die gute Nachricht: Mit den richtigen Tipps und Tricks geht die „Problemlösung” in der Regel leichter vonstatten, als man auf Anhieb annimmt.

    Unsauberkeit

    Ist eine Katze nicht stubenrein, neigen viele zur Annahme, dass es sich um Protestpinkeln handelt. „Katzen werden nie aus Protest unsauber, sondern weil es ihnen nicht gut geht“, so Schneider gegenüber dem Blatt. Daher solle zuerst beim Tierarzt abgeklärt werden, ob diese schlechte Angewohnheit nicht krankheitsbedingt auftritt. Sollte dem nicht so sein, kommen seelisches Unwohlsein, Veränderungen des Lebensstils oder Familienzuwachs als Auslöser in Frage. Möglich ist auch, dass das WC zu selten gereinigt wird oder an der falschen Stelle platziert ist. Bestrafen Sie die Katze nicht für Unsauberkeit – sie wird den Zusammenhang nicht begreifen.

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    Kratzmarkieren

    Durchbohrt eine Katze regelmäßig Möbel, Vorhänge oder Tapeten mit ihren Krallen, könnte dies auf ein nicht ausreichend vorhandenes Kletter- und Spielangebot hindeuten. Zumindest einen stabilen großen Kratzbaum mit Kratz-, Spring-  und Schlafmöglichkeiten sollte jeder Stubentiger haben. Bei Platzmangel kann auch ein Wandkratzbaum oder Catwalk angeschafft werden. Vor allem mit Wohnungskatzen muss regelmäßig gespielt werden, um Langeweile zu vermeiden und eine geistige sowie körperliche Auslastung zu garantieren. Abhilfe schaffen hier Intelligenzspielzeug, Federangeln, Bälle u.a.

    Nächtliche Unruhe

    Raubt Ihnen Ihre Katze den Schlaf? Dann hat sie wahrscheinlich überschüssige Energie, Langeweile, Hunger oder ein Aufmerksamkeitsdefizit. Tipp: Vor dem Schlafengehen mit dem Tier spielen, ein Betthupferl verabreichen oder ausgiebig kuscheln. Bei älteren Katzen kann auch Demenz die Ursache sein. In dem Fall sollte sich ihr Schlafplatz in der Nähe ihres Bezugsmenschen befinden – damit sie ihn nicht suchen muss.

    Ängstlichkeit

    Oft weiß man nicht, was Katzen vor ihrer Adoption wiederfahren ist. Häufig werden sie ängstlich, wenn sie etwas Schlimmes erlebt haben. Mit viel Ruhe und Geduld kann man Vertrauen aufbauen. „Man darf das Tier nicht bedrängen, zum Streicheln zwingen, sondern muss warten, bis es von selber zu einem kommt“, rät die Expertin. Es sollte immer mit ruhiger Stimme mit ihr gesprochen werden und artgerechte Kommunikation zum Einsatz kommen. Beispielsweise interpretieren Katzen Blinzeln als Lächeln. Auch verfliegt Schüchternheit sehr schnell im Spiel.

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    Aggressivität gegenüber Artgenossen

    Auch wenn Katzen in der Regel keine Einzelgänger sind, kann es unter ihnen zu Konflikten kommen. Die Gründe sind vielfältig – körperliche Beschwerden, ein Ereignis, das die Gruppenkonstellation veränderte, Unterforderung, ein neuer Artgenosse, der zu schnell in die Gruppe eingebunden wird. „Katzen sind Gewohnheitstiere und gewöhnen sich nur langsam an neue Gegebenheiten. Eine Vergesellschaftung braucht Geduld und Sachkenntnis“, so Schneider. Auch muss der neue Partner bezüglich Alter (erwachsene Tiere nicht mit Kitten vergesellschaften), und Geschlecht (ratsam ist Kater zu Kater und Katze zu Katze) sowie charakterlich zur angestammten Katze passen.

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    Tags:
    Tierarzt, Katze, Haustiere, Österreich