06:26 19 November 2019
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    Migranten in Deutschland (Archiv)

    „Enthauptung“ spielen mit Kind: Neuer Wirbel um Amri-Helfer nach Geheimdienst-Drama

    © AFP 2019 / PATRIK STOLLARZ
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    Nach Medienberichten hatte Anis Amri, der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, einen Komplizen. Ben Ammar, mutmaßlich ein Agent Marokkos. Laut neuesten Meldungen soll er mit Kindern in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin Enthauptungen im Stil des ‚Islamischen Staats‘ als Spiel nachgestellt haben.

    Ben Ammar, der enge Vertraute des Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri, hatte wohl neben seiner marokkanischen Agenten-Tätigkeit noch ein zweites Geheimnis, das jetzt öffentlich wird.

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    Es wird berichtet, er habe wohl „in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft mit Kindern Hinrichtungen durch die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ (IS)* nachgestellt.“ Dies gehe aus einem Vermerk des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, aus dem die „Märkische Allgemeine“ zitiert.

    Ammar hielt die Szene „am 13. September 2016 in der Unterkunft in der Berliner Motardstraße in einem Video fest. Es zeigt den Angaben zufolge einen syrischen Jugendlichen, der — an Händen und Füßen gefesselt — auf dem Boden liegt und von einem Kleinkind mit einem Plastikschwert geschlagen wird.“

    Demnach habe Ben Ammar das Kind aufgefordert, „angsteinflößend zu brüllen und zeigte, wie man einen gefangenen Kriminellen des Assad-Regimes’ befragt, bis dieser seine Verbrechen gesteht.“ Zuletzt habe er an dem Jugendlichen eine Enthauptung imitiert.“ Dies notierten die BKA-Ermittler.

    Deutsche Sicherheitsbehörden hatten Ammar als „islamistischen Gefährder“ eingestuft. Berliner Landes- und Bundestagspolitiker der Parteien CDU, Grüne, Linke und AfD empörten sich bereits öffentlich über diese „weitere Unfähigkeit“ der Behörden im Fall Anis Amri.

    Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Die Linke) ist über den momentanen Aufenthaltsort von Ammar nichts bekannt. „Im September 2017 wurde bekannt, dass sich Ben Ammar auf freiem Fuß  befindet“, heißt es im Dokument. „Zum  konkreten  aktuellen  Aufenthaltsort  des  Ben Ammar  in  Tunesien  liegen  der  Bundesregierung  keine  gesicherten  Erkenntnisse vor.“

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    Angeblich forcierten Behörden die Abschiebung des mutmaßlichen marokkanischen Geheimagenten, um dessen Verwicklung in Amris Terroranschlag auf dem Breitscheid zu vertuschen. Im Dezember 2016 forderte das Attentat zwölf Tote und mehr als 60 Verletzte. Das wurde vor wenigen Tagen durch Medienmeldungen bekannt.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

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    Tags:
    Flüchtlinge, Terror, Ermittlung, IS, Deutschland