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10:37 19 September 2019
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    Wodka

    90.000 Flaschen mit russischem Wodka „für Kim Jong-un“ in Europa beschlagnahmt

    © Sputnik / Alexei Kudenko
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    Die niederländischen Zollbeamten haben kürzlich etwa 90.000 Flaschen mit russischem Wodka „Stolbovaya“ beschlagnahmt, die angeblich für den Staatschef Nordkoreas Kim Jong-un und die nordkoreanische Militärführung bestimmt waren. Laut den vorläufigen Angaben der Beamten sollten diese in Pjöngjang entladen werden.

    Der Wodka ist im Hafen von Rotterdam beschlagnahmt worden. Die Zollbeamten sollen die Flaschen auf einem chinesischen Frachtschiff entdeckt haben. Der Container mit Alkohol war offenbar in einem Flugzeugrumpf versteckt, der nach China hätte geliefert werden sollen.

    Der vorläufigen Untersuchung der niederländischen Behörden zufolge hätten die Flaschen mit Wodka danach in Pjöngjang entladen werden müssen. Die niederländische Handelsministerin Sigrid Kaag kommentierte bereits, der Zoll habe diese beschlagnahmt, weil die Sanktionen des UN-Sicherheitsrates die Lieferung von Luxusgütern an die Demokratische Volksrepublik Korea verboten hätten. Alkoholische Getränke ständen auch auf dieser Liste.

    Kim Jong-un hat seit 2011 laut „The Guardian“ mehr als vier Milliarden Dollar für den Import von Luxusgütern ausgegeben. Seine Familie soll sich aus China ein Flugzeug, Musikinstrumente, Uhren und Pelze liefern lassen haben.

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    Am 22. Juni 2018 hatte der US-Präsident Donald Trump die Sanktionen gegen Pjöngjang um ein Jahr verlängert. Restriktive Maßnahmen richten sich nach wie vor gegen das Atom- und Raketenprogramm der Republik sowie gegen andere mutmaßliche Verstöße durch Pjöngjang, darunter Geldwäsche, Cyberangriffe und Menschenrechtsverletzungen. Im August hatten die Medien berichtet, dass Nordkorea ausländische Schiffe bei der Versorgung des Landes mit Öl nutze, um die ebenso vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen zu umgehen. Laut einem vertraulichen Bericht von UN-Experten erfolgt der Transfer von Treibstoff aus Tankschiffen direkt auf hoher See.

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    Heute treffen sich Kim Jong-un und Donald Trump in Hanoi, um den Friedensbeteuerungen von Singapur womöglich einen Friedensvertrag folgen zu lassen. Die Kommentatoren sehen im Treffen eine „Schauveranstaltung“ und ein „PR-Spektakel“.

     

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    Tags:
    Cyberangriffe, Menschenrechtsverletzungen, Schiffe, Geldwäsche, Wodka, Sanktionen, Wodka, Zollunion, Uno, Kim Jong-un, Donald Trump, Hanoi, Niederlande, Nordkorea, USA, Russland, China