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22:00 15 Juli 2019
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    Kinder beim Computerspielen (Archivbild)

    Horror-Profil „Momo“ versetzt Kinder im Netz in Angst und Schrecken

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
    Panorama
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    Alexander Boos
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    Eine digitale Horrorfigur namens „Momo“ sorgt im Netz für Angst – und soll sogar zu Selbstmord aufrufen. Mehrere Schulen und Polizeistellen in Großbritannien und den USA warnen bereits offiziell vor der „Momo-Challenge“. Jetzt scheint das Phänomen auch nach Deutschland zu kommen. Betroffen sind die Plattformen „YouTube“ und „Whatsapp“.

    „Das Internetphänomen ‚Momo‘ sorgte bereits bei (dem Handy-Messenger-Dienst, Anm. d. Red.) WhatsApp für Angst“, berichtete der Münchner „Merkur“ am Freitag. „Nun hat Youtube reagiert und mit Gerüchten um Kinder-Videos auf der Plattform aufgeräumt.“

    Das Horror-Profil sei auf YouTube aufgetaucht. „Unter anderem hatte die englische Boulevardzeitung ‚Daily Mail‘ darüber berichtet. Laut dem Bericht soll das Horror-Profil ausgerechnet in Youtube-Videos für Kinder erschienen sein.“ Die britische Polizei warne offiziell vor der Kontaktaufnahme des „Momo“-Profils auf Whatsapp und vor der „Momo-Challenge“, angeblich eine Herausforderung, bei der es um Suizid gehe.

    Im Netz berichten User, dass sie von dem Account einfach angeschrieben worden seien. „Englische Schulen haben Eltern über angebliche ‚Momo‘-Vorfälle auf Youtube informiert und davor gewarnt“, so die Zeitung.

    „Bei YouTube kursieren verschiedene Videos, die eingeschmuggelte Selbstmord-Anweisungen zeigen“, meldete die „Bild“ am Freitag. In einer Episode der beliebten „Peppa Wutz“-Serie, die von Kleinkindern gern geschaut wird und die als unbedenklich gilt, sieht man die Schweinchen-Familie beim Picknick. „Alles wirkt friedlich wie immer. Dann auf einmal ein Schnitt, ein Bild von Momo wird eingeblendet. Eine unheimliche Computerstimme erklingt.“ Diese spreche von Gewalt und Schmerzen. Sicherlich ein Alptraum für kleine Kinder im entwicklungsfähigen Alter.

    Das Unternehmen „YouTube“ hat in einer Presseerklärung ausdrücklich darauf hingewiesen, dass „es derzeit keine Videos auf der Plattform gebe, die zur ‚Momo-Challenge‘ auffordern.“ Wie es zu den sonstigen Vorfällen gekommen sein könnte, werde derzeit geprüft.

    Bei konkreten Drohungen oder in akuten Gefahrensituationen sollte die Polizei informiert werden, rät Jugendschutz.net.

    „Generell sollten sich Eltern aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und nachfragen, ob es in diesem Bereich etwas Neues gibt.“ Das rät ein Erziehungs-Experte laut der „Hannoverschen Allgemeinen“. „Ängste von Kindern – auch wenn sie für Erwachsene irrational scheinen – sollte man sehr ernst nehmen.“ Kontrolle sei immer schlechter als Vertrauen, sagte er.

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    Tags:
    Erwachsene, Verschwörung, Geheimnis, Horror, Jugend, Spiel, Selbstmord, Suizid, Kinder, whatsapp, YouTube