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08:44 13 November 2019
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    Brände in Saddleworth Moor

    Winnie Puuhs „Hundert-Morgen-Wald“ in Flammen

    © REUTERS / Jon Super
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    Eine Feuersbrunst von nie gesehenem Ausmaß hat am wärmsten Februartag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen Teile Großbritanniens in Schutt und Asche gelegt. Die Gefahr von Wildfeuern ist nicht gebannt: Verursacher ist der Klimawandel, so ein Wetter-Experte gegenüber Sputnik.

    Mehrere Großflächenbrände suchten die Briten im wärmsten Februar seit 1910 heim. Der wärmste Wintertag seit Aufzeichnungsbeginn mit Rekordtemperaturen um 21 Grad Celsius forderte in dieser Woche die Feuerwehrleute am Saddleworth Moor in Nordengland:

    Lichterloh brannte Dienstagnacht der Landstrich bei Marsden in West Yorkshire auf einer Fläche von 1,5 Quadratkilometern. „Apokalyptisches Ausmaß“, so beschreiben Augenzeugen das Ausmaß der Brandkatastrophe, meldet die BBC.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Riesiger Winnie Puuh über Großbritannien gesichtet – FOTO<<<

    In Edinburgh standen über knapp einen Kilometer die Ginsterbüsche der schottischen Sehenswürdigkeit Arthur`s Seat Hill in Flammen.

    Und in der südenglischen Grafschaft Sussex traf es ausgerechnet den Waldstrich, der gewissermaßen als Nationalheiligtum gilt: Den Wald von „Winnie Puuh“. Das Revier des pelzigen Helden samt seiner putzigen Freundesschar aus den Geschichten von A.A. Milnes Kinderbuch ist vom Forst in Sussex inspiriert. Dort brachen im Abstand von einer Stunde zwei große Brände im Ashdown Forest über 35 Hektar aus, mindestens 65 Einsatzkräfte der Feuerwehr rangen mit dem Feuer. Die Löscharbeiten sind mittlerweile beendet, die Flammen haben verkohlte Landstriche hinterlassen.

    Die vergangenen ungewöhnlich warmen Sonnentage auf den Britischen Inseln sind eine Extremwettersituation. Für diese gibt der zu verzeichnende Klimawandel Impulse, sagt Meteorologe Frank Böttcher gegenüber Sputnik. Und die mit den hohen Temperaturen einhergehende Trockenheit, neuerdings auch im Frühjahr, sei eine der Ursachen für die Flammen.

    Die Gefahr von Waldbränden und Wildfeuern nimmt durch den Klimawandel eindeutig zu, so der Experte von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft.

    Die „Winter-Hitzewelle“ in Mitteleuropa soll noch bis Mitte März andauern, meldet Bloomberg unter Berufung auf korrigierte Vorhersagen der Wetterdienste.

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    Tags:
    Waldbrände, Winnie Puuh, Naturkatastrophe, Hitze, Wetter, England, Europa, Großbritannien