18:01 18 November 2019
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    Fossil eines Fisches (Archivbild)

    Fossilien bisher unbekannter Fische in den Alpen entdeckt

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    Ein internationales Paläontologen-Team hat in den Schweizer Alpen die Fossilien von drei bisher unbekannten Fischarten gefunden, die vor fast 240 Millionen Jahren gelebt hatten. Dies wird auf der Webseite der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) gemeldet.

    Die entdeckten Fossilien von Fischarten gehören zur Art Eosemionotus. Die Entdeckung wurde im Schweizer Kanton Ticino gemacht, er ist durch eine Vielzahl von dort gefundenen Meeresfossilien aus der mittleren Triasperiode berühmt. Die entdeckten Muster sind fast 240 Millionen Jahre alt. Sie gehören zur Art der leuchtenden Fische.

    „Die Studie ermöglicht es zu verstehen, wie sich das Leben auf der Erde nach dem großen Aussterben entwickelt hatte, das vor etwa 250 Millionen Jahren passierte. Die Funde beweisen, dass sich die Biosphäre nach diesem katastrophalen Ereignis relativ schnell wiederhergestellt und die Periode einer schnellen Diversifikation und des Auftauchens von zahlreichen neuen Arten während der mittleren Triasperiode erlebt hatte“, erklärte die Paläontologin Adriana Lopez-Arbarello.

    Erstmalig sei ein Vertreter der Art Eosemionotus im Jahr 1906 in der Umgebung von Berlin gefunden und mit E. vogeli benannt worden. Ein Jahrhundert später – im Jahr 2004 – sei eine zweite Art in Ticino entdeckt und mit E. ceresiensis benannt worden.

    Die neuen Fischarten seien als E. diskosomus, E. sceltrichensis und E. minutus registriert worden. Sie unterscheiden sich voneinander durch ihre Proportionen, die Schädelmorphologie, die Flossenlage sowie durch den Aufbau der Zähne und Schuppen.

    Der Paläontologin zufolge weisen diese Unterschiede darauf hin, dass jede Art an unterschiedliche ökologische Bedingungen angepasst war.

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    Tags:
    Paläontologen, Schädelmorphologie, Fischarten, Fossilien, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Adriana Lopez-Arbarello, Erde, München