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    Afrikanische Anti-Wilderer-Einheiten beim Training (Symbolbild)

    WWF kooperiert angeblich mit kriminellen Wildhütern

    © AFP 2019 / CARL DE SOUZA
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    Die Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) positioniert sich als eine Tierschutzorganisation, die allein das Wohl der Umwelt als Ziel hat. Doch dieses Bild wird gerade von einem Skandal erschüttert, der an Fahrt aufnimmt. Die Vorwürfe sind gravierend: Es geht um Kooperation der Organisation mit radikalen paramilitärischen Gruppen.

    Laut einer Recherche des Online-Magazins Buzzfeed sollen nämlich die vom WWF finanziell und logistisch unterstützten Parkschützer in mehreren Ländern Afrikas und Asiens schwere Gewalttaten begangen haben.

    Es geht dabei um die Länder Nepal, Indien und Kamerun.

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    So sollen die Männer, die vom WWF eigentlich als Wächter von Wild- und Nationalparks unterstützt werden, Dorfbewohner mit Gürteln, Macheten und Bambusstäben geschlagen, sexuell misshandelt, beschossen und in einigen Fällen sogar ermordet haben.

    Diese Gewalttaten sollen diese Parkschützer dabei nicht nur gegenüber mutmaßlichen Wilderern, sondern auch gegenüber unbeteiligten Zivilisten begangen haben.

    Im Grunde genommen soll es sich bei den Parkschützern laut Buzzfeed um nicht weniger als paramilitärische Kräfte gehandelt haben, die vom WWF Gehalt, Training und Material bekommen haben.

    Hungernde Kinder in Äthiopien (Archivbild)
    © AFP 2019 / Pressens Bild/ Lars Astrom
    Die Vorwürfe gehen sogar noch weiter. Selbst Angriffe auf Dörfer sollen von der Organisation finanziert worden sein. Der WWF habe für seine Ziele im Prinzip in Asien und Afrika „notorisch gewalttätige Schocktruppen“ gegen Wilderer eingesetzt, so Buzzfeed weiter.

    Auch soll es von der Organisation unterzeichnete Dokumente geben, die das Töten von Eindringlingen explizit erlauben.

    Um diese paramilitärischen Einheiten zu koordinieren, habe der WWF zudem sogar ein globales, gefährliches und geheimes Informanten-Netzwerk organisiert und finanziert. Damit kontert Buzzfeed frühere Beteuerungen des WWF, laut denen die Organisation nie mit Informanten vor Ort gearbeitet habe.

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    Der WWF hat bereits auf den Buzzfeed-Bericht reagiert und erklärt, er nehme alle Anschuldigungen sehr ernst und habe eine unabhängige Untersuchung der Fälle eingeleitet.

    Der deutsche WWF-Vorstand Christoph Heinrich teilte zudem mit, dass die Achtung der Menschenrechte für seine Organisation an oberster Stelle stehe.

    „Wo wir Kenntnis von Menschenrechtsverletzungen erhalten, müssen wir das adressieren und dazu beitragen, Abhilfe zu schaffen“, so Heinrich.

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    Tags:
    Wilderer, Gewalttat, Vorwürfe, Nachrichtenportal BuzzFeed, World Wildlife Fund (WWF), Asien, Nepal, Afrika