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11:41 22 Juli 2019
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    Wald - Symbolbild

    Nordrhein-Westfalen: Experten graben Hunderte Fundstücke aus der Nazi-Zeit aus

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    Schuhe, Besteck, Münzen, Kleidungsteile von Opfern, aber auch Munition und Täter-Werkzeuge: Mehr als 70 Jahre nach dem barbarischen NS-Verbrechen im Sauerland haben die Experten nach umfangreichen Ausgrabungen neue Erkenntnisse über drei Massenexekutionen gegen Kriegsende gewonnen. Dies teilt die Nachrichtenagentur dpa am Freitag mit.

    Laut dem Direktor des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, haben die Forscher mehr als 400 Fundstücke an drei Tatorten im Arnsberger Wald aufgespürt, wo im März 1945 die Exekutionskommandos 208 polnische und russische Zwangsarbeiter ermordet hatten.

    „Die Funde erzählen zum einen von den Opfern“, sagte Löb weiter. Es seien etwa ein Gebetbuch oder ein polnisches Wörterbuch, Textilien-Reste, sowjetische Münzen oder Geschirr geborgen worden. Die Forscher erhoffen sich, dass sie mit deren Hilfe und anhand der Erkenntnisse aus historischen Akten den Ablauf der grausamen Taten rekonstruieren können.

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    Tags:
    Zwangsarbeiter, Verbrechen, Nordrhein-Westfalen