06:26 23 April 2019
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    Schwangerschaftsabbruch: Spahns Abtreibungsstudie kostet Rekordpreis

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    Die vom Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) initiierte und vom Kabinett bewilligte Studie zu den psychischen Folgen von Abtreibungen soll das teuerste Forschungsprojekt des Ministeriums in den vergangenen zehn Jahren werden. Darüber schreibt „Der Spiegel“ unter Berufung auf eine Aufstellung für den Haushaltsausschuss des Bundestags.

    Demzufolge soll sich der Etat für die Studie auf fünf Millionen Euro belaufen.

    Ferner berichtet „Der Spiegel“, das Gesundheitsministerium habe seit 2009 121 Studien in Auftrag gegeben, die meist zwischen 50.000 und 400.000 Euro gekostet hätten. Der mögliche Erkenntniswert der teuren Studie sei umstritten und Kritiker würden auf mehrere bereits existierende Untersuchungen zu dem Thema verweisen.

    Wie die haushaltspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Gesine Lötzsch, gegenüber dem Blatt mitteilte, wolle Spahn offenbar „fundamentalistische Abtreibungsgegner“ als neue CDU-Wähler gewinnen. Sie bezeichnete die Untersuchung als einen „Fall für den Bundesrechnungshof.

    Ein Sprecher des Ministeriums widersprach dem jedoch: Die Rede sei von einem „sehr komplexen Forschungsvorhaben“, das „höchste methodische Ansprüche erfüllen“ müsse.

    Auf die Studie hatten sich Union und SPD im Zuge des Kompromisses zur Reform des Paragrafen 219a geeinigt, der so genannte Werbung für Schwangerschaftsabbrüche gesetzlich verfolgt. Zwar wurde in der SPD ebenfalls Kritik an der Studie laut, jedoch willigten die Sozialdemokraten schließlich ein.

    Nach dem neuen Gesetz dürfen Ärzte und Kliniken über die Tatsache informieren, dass sie Abtreibungen vornehmen.

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    Tags:
    Abtreibung, Reform, Forschung, Jens Spahn, Deutschland