Widgets Magazine
20:57 20 Juli 2019
SNA Radio
    Demos in Chemnitz

    „Rechtswidrig inhaftiert“: Freigelassener Iraker im Fall Chemnitz erstattet Anzeige

    © Sputnik / Sergej Feoktistow
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3763

    Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes beim Chemnitzer Stadtfest hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Einer von ihnen ist Wochen später freigekommen. Sein Anwalt erhebt nun nach Angaben des Magazins „Spiegel” Vorwürfe gegen die Justiz.

    Demnach stellte der Anwalt des zunächst als mutmaßlicher Täter inhaftierten und später mangels Beweise freigelassenen Irakers eine Strafanzeige gegen einen Staatsanwalt und den Haftrichter. Dabei soll es um den Verdacht der Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung gehen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Bürgerwehr in Sachsen? Strategiewechsel bei „Pro Chemnitz“<<<

    Dost-Roxin, Anwalt des Irakers, wirft dem Staatsanwalt und dem Haftrichter vor, sie hätten mit der Inhaftierung „einen schnellen Aufklärungserfolg vortäuschen“ wollen, „um die aufgebrachte Öffentlichkeit zu beruhigen“ und Ausschreitungen von Rechtsextremisten einzudämmen, zitiert der „Spiegel“ den Anwalt.

    Im August 2018 war es am Rande des Stadtfestes zu einer Messerstecherei gekommen, im Zuge derer der 35-jährige Daniel H. sein Leben verlor. Nach dem tragischen Vorfall war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Attacken auf ausländische Restaurants gekommen. Der Fall hatte europaweit für Schlagzeilen gesorgt.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Nach tödlicher Messerattacke in Chemnitz: Anklage gegen Tatverdächtigen<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Anzeige, Staatsanwalt, Iraker, Tatverdächtige, Messerangriff, Chemnitz