01:49 03 Juli 2020
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    Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes beim Chemnitzer Stadtfest hat die Polizei zwei Tatverdächtige festgenommen. Einer von ihnen ist Wochen später freigekommen. Sein Anwalt erhebt nun nach Angaben des Magazins „Spiegel” Vorwürfe gegen die Justiz.

    Demnach stellte der Anwalt des zunächst als mutmaßlicher Täter inhaftierten und später mangels Beweise freigelassenen Irakers eine Strafanzeige gegen einen Staatsanwalt und den Haftrichter. Dabei soll es um den Verdacht der Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung gehen.

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    Dost-Roxin, Anwalt des Irakers, wirft dem Staatsanwalt und dem Haftrichter vor, sie hätten mit der Inhaftierung „einen schnellen Aufklärungserfolg vortäuschen“ wollen, „um die aufgebrachte Öffentlichkeit zu beruhigen“ und Ausschreitungen von Rechtsextremisten einzudämmen, zitiert der „Spiegel“ den Anwalt.

    Im August 2018 war es am Rande des Stadtfestes zu einer Messerstecherei gekommen, im Zuge derer der 35-jährige Daniel H. sein Leben verlor. Nach dem tragischen Vorfall war es in Chemnitz zu fremdenfeindlichen Übergriffen, rechten Demonstrationen und Attacken auf ausländische Restaurants gekommen. Der Fall hatte europaweit für Schlagzeilen gesorgt.

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    Anzeige, Staatsanwalt, Iraker, Tatverdächtige, Messerangriff, Chemnitz