22:52 05 Juli 2020
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    Der polnische Oberst der Reserve Marek Wrzosek hat das Gebiet Kaliningrad wegen der dort eingesetzten Waffen eine „militärische Scheuche“ Russlands genannt. Ihm zufolge hat Moskau vor kurzem die Anzahl an Technik an den westlichen Grenzen Russlands erhöht.

    Anfang dieser Woche soll zum Beispiel die Luftabwehr im Gebiet Kaliningrad mit dem Regiment S-400 Triumph verstärkt worden sein. Wrzosek verwies auch auf die Informationen einiger russischer Medien, die Anfang des Monats über den Einsatz von Su-27-Kampfjets in der Region als Reaktion auf den Aufbau der Nato-Truppen berichteten.

    „Das Gebiet Kaliningrad (…) stellt eine Verteidigungslinie mit der Ausrüstung der letzten Generation dar. (…) Die Russen benutzen es als Scheuche“, teilte der Oberst der Reserve gegenüber den Sender „Polskie Radio“ mit.

    Laut Wrzosek ist dieses Gebiet nicht nur zu einer Militärbasis geworden, sondern auch zu den „Augen und Ohren“ Russlands. Moskau beabsichtige nicht nur seine Region zu schützen, sondern auch das Territorium außerhalb ihrer Grenzen zu kontrollieren.

    Im Mai 2018 hatte die US-Fachzeitschrift „The National Interest“ die militärische Lage im Ostseeraum analysiert und die Befürchtungen der Nato offenbart. Demzufolge ist „ein bis an die Zähne bewaffnetes Kaliningrad“ der größte Alptraum der Allianz.

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    Luftabwehr, Raketensystem S-400 Triumph, Kaliningrad