01:27 11 Dezember 2019
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    Windsturm im Norden Deutschlands

    Sturm in NRW: Wetterdienst gibt zweithöchste Warnstufe aus

    © AFP 2019 / Holger Hollemann / dpa
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    Der Deutsche Wetterdienst hat wegen der Gefahr von orkanartigen Böen für weite Teile Nordrhein-Westfalens die zweithöchste Unwetter-Warnstufe ausgegeben. Die Deutsche Bahn stoppt wegen Sturmtief „Eberhard” den Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs in Nordrhein-Westfalen.

    Die Züge würden nun am nächsten Bahnhof gestoppt. Dies teilte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Verweis auf einen Bahnsprecher am Sonntag mit.

    Die Entscheidung sei wegen „vieler gesperrter Strecken und zur präventiven Schadensabwendung” getroffen worden, schrieb die Bahn bei Twitter.

    ​Sturmtief „Eberhard” fege mit Windstärke 11, teilweise mit Windstärke 12 über Nordrhein-Westfalen hinweg, teilte der DWD am Sonntagmittag mit. Bei solchen Windgeschwindigkeiten könnten Bäume entwurzelt und Dachziegel durch die Luft geschleudert werden. Menschen sollten sich möglichst nicht im Freien aufhalten, mahnten die Meteorologen.

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    „Im Süden und in der Mitte stürmisch auffrischender Wind und verbreitet Sturmböen bis 85 km/h aus Südwest bis West, stellenweise schwere Sturmböen bis 100 km/h. An der Ostsee nachlassender Wind. Im höheren Bergland schwere Sturmböen oder Orkanböen (90 bis 140 km/h) aus westlichen Richtungen”, hieß es im DWD-Warnlagebericht.

    Ab dem Nachmittag und bis in den Abend hinein in einem Streifen von NRW bis nach Sachsen seien demnach vorübergehend weiter auffrischender Wind und verbreitet schwere Sturmböen bis orkanartige Böen (90 bis 110 km/h) auch einzelne Orkanböen (120 km/h) gering wahrscheinlich. In der zweiten Nachthälfte zum Montag sei nachlassender Wind erwartet.

    „Auf den Bergen anfangs weiterhin schwere Sturmböen bis Orkanböen (90 bis 130 km/h), im Laufe der Nacht aber allmählich auch nachlassend”, hieß es weiter.

    ​Als erstes traf der Sturm die Region rund um Aachen. Ein Baum stürzte auf die Bahnstrecke zwischen Aachen und Mönchengladbach und blockierte sie mehrere Stunden lang. An der Autobahn 44 fielen Äste auf die Fahrbahn.

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    In Niedersachsen und Hessen hat das Unwetter am Wochenende wegen umgestürzter Bäume für Streckensperrungen gesorgt. In Frankfurt am Main stürzte ein Baum auf ein Haus. Verletzt wurde dabei niemand.

    Aufgrund der Gewitter sind in  Baden-Württemberg und Teilen Bayerns im Flachland orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Dem Wetterbericht zufolge wurden auf dem Feldberg sogar Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern gemessen.

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    Am Sonntag ist mit Beeinträchtigungen im Verkehr zu rechnen. Wie die Bahn am Sonntag mitteilte, sollten sich Reisende im Vorfeld informieren, ob ihr Zug planmäßig fährt.

    Der Bahnbetreiber Länderbahn wies seine Lokführer in Sachsen an, langsamer zu fahren. Nicht ausgeschlossen ist auch, dass der Verkehr eingestellt wird.

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