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21:42 19 Oktober 2019
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    Menschen auf dem Absturzort des Flugzeuges in Äthiopien

    Deutsche und Österreicher unter Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien – Medien

    © REUTERS / Tiksa Negeri
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    Unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien sind auch Deutsche, wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Beim Absturz eines Flugzeugs der Gesellschaft Ethiopian Airlines sollen auch Österreicher und Russen ums Leben gekommen sein, so die Fluglinie via Twitter.

    Demzufolge sind fünf Deutsche und drei Österreicher unter den Todesopfern. Bei den Österreichern soll es sich um Ärzte handeln, so die österreichische „Kronen Zeitung.

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    Zuvor teilte die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mit, es sei unklar, ob unter den 157 Menschen an Bord auch Deutsche waren. Zwar veröffentlichte die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines eine Liste, der zufolge sich fünf Deutsche unter den Opfern befinden. In einer Pressekonferenz sprach der Chef der Fluggesellschaft, Tewolde GebreMariam, jedoch von niederländischen Opfern — möglicherweise lag hier eine Verwechslung vor. Im Internet kursierte zuvor auch eine Liste mit fünf niederländischen Opfern.

    Das niederländische Außenministerium wiederum teilte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit: „Soweit bis jetzt bekannt sind unter den Opfern keine Niederländer.”

    „Die deutsche Botschaft in Addis Abeba steht in engem Kontakt mit den äthiopischen Behörden, um zu klären, ob auch deutsche Staatsangehörige betroffen sind”, teilte Außenminister Heiko Maas zuvor mit.

    ​Später teilte das Auswärtige Amt mit, dass unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien auch Deutsche seien. Eine genaue Zahl wurde dabei nicht genannt.

    „Wir müssen leider davon ausgehen, dass auch deutsche Staatsangehörige unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien sind. Das Auswärtige Amt und die Botschaft Addis Abeba stehen mit Ethiopian Airlines und den äthiopischen Behörden in engem Kontakt, um dazu schnellstmöglich gesicherte Informationen zu erhalten”, hieß es in der Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes.

    Laut der russischen Botschaft in Äthiopien starben drei russische Touristen bei der Katastrophe. Nach Angaben der Fluggesellschaft befanden sich Bürger aus insgesamt 35 Ländern an Bord, darunter auch aus Kanada, den USA, Italien, China, Großbritannien, Frankreich, Indien, der Slowakei, Schweden, Marokko, Spanien, Polen und Israel.

    Unter den Opfern in Äthiopien sind nach Angaben von UN-Generalsekretär António Guterres auch Mitarbeiter der Vereinten Nationen. Dies teilte dpa mit. Genaue Zahlen oder Details nannte Guterres in einer Mitteilung am Sonntag allerdings nicht. Die Vereinten Nationen stünden in Kontakt mit den äthiopischen Behörden, um Details herauszubekommen. Das Unglück mache ihn „zutiefst traurig”, so Guterres via Twitter am Sonntag.

    ​Von der Internationalen Organisation für Migration hieß es, dass nach ersten Erkenntnissen 19 Mitarbeiter von UN-Organisationen umgekommen sein könnten. An diesem Montag beginnt in Nairobi eine UN-Umweltkonferenz, bei der Staats- und Regierungschefs, Umweltminister und Experten aus aller Welt erwartet werden.

    An Bord des Fliegers starb auch Siziliens Regionalminister für Kultur, Sebastiano Tusa, wie der Präsident der Region Sizilien, Nello Musumeci, auf Facebook mitteilte. Der 66-jährige Archäologe war auf dem Weg nach Kenia, um dort an einem Unesco-Projekt teilzunehmen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich in einem Kondolenztelegramm an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed bestürzt.

    „Im Namen der Bundesregierung spreche ich Ihnen, den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem äthiopischen Volk unser tief empfundenes Mitgefühl aus”, so Merkel.

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    „Mit großer Bestürzung habe ich von dem schrecklichen Absturz eines Flugzeugs von Ethiopian Airlines heute Morgen kurz nach dem Start in Addis Abeba erfahren. Der Tod so vieler Menschen an Bord erfüllt mich mit tiefer Trauer. Ich möchte Ihnen, auch im Namen meiner Landsleute, meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen”, schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

    Eine Boeing 737 der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines mit 157 Menschen an Bord war am Sonntag unweit der äthiopischen Stadt Debre Zeyit abgestürzt. Nach Angaben der Airline gab es keine Überlebenden.

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    Passagiere, Totenzahl, Tote und Verletzte, Fluggäste, Tote, Flugzeug, Flugzeugabsturz, Äthiopien, Afrika, Kenia, Österreich, Deutschland