06:04 23 April 2019
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    Sitzung der Berliner Polizei (Archivbild)

    Fall Rebecca: Ermittlungen stocken – Polizei

    © AFP 2019 / Michele Tantussi
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    Die Berliner Polizei tritt bei der Suche nach der verschwundenen Rebecca auf der Stelle. Der verdächtige Schwager des 15-jährigen Mädchens sitzt weiter in Untersuchungshaft. Inzwischen hat die Behörde die Suche nach Rebecca wiederaufgenommen, wie deutsche Medien am Dienstag mitteilen.

    Ob ein Anwalt des 27-jährigen Deutschen bereits einen Antrag auf Haftprüfung gestellt habe, sagte der Polizeisprecher nicht. Mit so einem Antrag können Rechtsanwälte ihre Mandanten aus der Untersuchungshaft holen, so dpa am Dienstag.

    Die Polizei sei erneut in einem Wald in der Nähe des kleinen Ortes Kummersdorf 50 Kilometer südöstlich von Berlin unterwegs, berichtete der RBB am Dienstag. Die Pressestelle der Polizei konnte dies zunächst nicht bestätigen. Das müsse man erst noch klären, hieß es.

    Seit Dienstagmittag durchsuchen Beamte nach übereinstimmenden Medieninformationen wieder ein Waldstück bei Storkow in Brandenburg.

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    Rebecca war vor rund drei Wochen verschwunden. Zuletzt war sie in der Wohnung ihrer Schwester und ihres Schwagers. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen das Haus nicht verließ und dort getötet wurde.

    Drei Wochen nach ihrem Verschwinden fehlt von der Berliner 15-jährigen Schülerin Rebecca weiter jede Spur. Am Montag teilte die Polizei mit, dass sich die Ermittler jetzt darauf konzentrierten, die Hinweise aus der Bevölkerung weiter auszuwerten. „Das wird noch viel Zeit kosten”, zitierte dpa eine Polizeisprecherin. Bislang gingen demnach mehr als 1200 Hinweise ein. Von weiteren geplanten Suchaktionen sei derzeit nichts bekannt.

    Am Samstagabend beendete die Polizei die Suche bei Einbruch der Dunkelheit, ohne fündig geworden zu sein. Von Donnerstag bis Samstag atten Hundertschaften sowie Experten mit speziellen Leichensuchhunden das Gebiet durchkämmt. Drei Tage der Suche nach der verschwundenen Rebecca in Brandenburg blieben ohne Erfolg.

    >>>Mehr zum Thema: Fall Rebecca: Polizei wirft Staatsanwaltschaft „Supergau” vor<<<

    Zuvor war berichtet worden, dass das Vorgehen der Berliner Staatsanwaltschaft in dem Fall für heftige Verstimmungen bei der Polizei Brandenburg gesorgt hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte nämlich im Zuge der Ermittlungen verraten, dass das sogenannte Kesy-System das Nummernschild des himbeerroten Renault Twingo erkannt hätte. Ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums erklärte in diesem Zusammenhang dem Berliner „Tagesspiegel": „Wir sind stinksauer, dass die Berliner Behörden Details zu der Anlage und zum Standort einfach ausposaunt haben." Diese Weitergabe von Ermittlungsmethoden sei fatal und erschwere die Fahndung nach Autodieben und anderen Straftätern immens.

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    Tags:
    Fall Rebecca, Ermittlungen, Berliner Polizei, Berlin, Deutschland