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15:05 14 Oktober 2019
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    Ali B., der Angeklagte im Fall Susanna (Polizeifoto)

    Ali B. gesteht Tötung von Susanna vor Gericht

    © AFP 2019 / Handout / Polizei Wiesbaden
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    Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod der Schülerin Susanna hat der Angeklagte Ali B. vor dem Landgericht Wiesbaden gestanden, das Mädchen umgebracht zu haben.

    „Es wurde vor meinen Augen schwarz, dann kam es zu diesem Ereignis. Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte”, sagte der 22-Jährige am Dienstag vor dem Wiesbadener Landgericht laut Übersetzung des Dolmetschers. Anschließend habe er geschaut, ob das Mädchen noch am Leben ist, aber keinen Puls mehr gefühlt, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Dienstag. Vor der Tat habe er einvernehmlichen Sex mit Susanna gehabt.

    >>>Mehr zum Thema: Mordfall Susanna: Anklage gegen irakischen Migrant erhoben<<<

    Ali B. sagte weiter, er habe die 14-Jährige drei Monate vor der Tat über einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt. Sie hätten öfter Zeit miteinander verbracht, Musik gehört oder seien Hand in Hand spazieren gegangen. Er habe nicht gewusst, wie alt sie sei, sagte der Iraker.

    Der Angeklagte hat sich an die Eltern des Mädchens gewandt.

    „Bei der Mutter und beim Vater entschuldige ich mich”, zitiert dpa den 22-Jährigen am Dienstag. „Ich weiß, dass meine Entschuldigung nichts wieder gut machen kann”, so Ali B. vor dem Wiesbadener Landgericht weiter.

    Seitdem er im Gefängnis sei, habe er verstanden, dass er etwas sehr Schlimmes getan habe, sagte der irakische Flüchtling. Die Vergewaltigung, die ihm in der Anklage ebenfalls vorgeworfen wird, bestritt er.

    Zuvor war berichtet worden, dass am 22. Mai 2018 die 14-jährige Susanna nicht nach Hause gekommen und einen Tag später von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden war. Am 6. Juni wurde die Leiche von Susanna F. neben Bahngleisen in Wiesbaden-Erbenheim aufgefunden. Der Hinweis auf den 21-jährigen Ali B. soll von einem 16-jährigen Mitbewohner des Mannes in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden gekommen sein.

    Ali B. war 2015 nach Deutschland gekommen und hatte einen Asylantrag gestellt, der im Dezember 2016 abgelehnt wurde. Später reichte Ali B. Klage gegen diesen Beschluss ein.

    >>>Mehr zum Thema: Mordfall Susanna: Mutmaßlicher Täter steht wegen Vergewaltigung vor Gericht<<<

    Der Verdächtige wurde am 8. Juni 2018 im Nordirak von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen, da er inzwischen mit seiner Familie in das Nahostland ausgereist war. Dort wurde der mutmaßliche Täter der deutschen Bundespolizei übergeben, die ihn nach Deutschland brachte und der Justiz in Wiesbaden übergab.

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    Tags:
    Tötung, Mord, Gericht, Deutschland