02:51 17 Juni 2019
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    Rebecca Reusch (Privatfoto)

    Fall Rebecca: Vermissten-Experte nennt grundsätzlichen Fehler der Polizei

    © Foto: Der Polizeipräsident in Berlin
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    Lars Bruhns, Leiter der „Initiative Vermisste Kinder“, erklärt in einem Interview mit FOCUS Online, was die Polizei im Fall Rebecca seiner Ansicht nach falsch gemacht hat.

    Im Fall der 15-jährigen Rebecca aus Berlin, die seit dem 18. Februar vermisst wird, hätte die Polizei laut Lars Bruhns viel früher in die Öffentlichkeit gehen und um Zeugenhinweise bitten müssen. 

    Dass die Schwester der Vermissten schon vorher auf sozialen Medien aktiv gewesen war, hält der Experte für hilfreich, da die Polizei erst nach mehreren Tagen an die Öffentlichkeit gegangen sei.

    „Aber damit schafft die Familie zumindest im weiteren Verlauf auch einen Nebenschauplatz zur Polizei. Das ist nicht die Schuld der Familie, sondern zeigt ein eher grundsätzliches Versäumnis der Behörden“, so Bruhns im Interview.

    Ihm zufolge muss die Kommunikationsstrategie in einem solchen Fall einheitlich und zentral gesteuert sein. Denn es sei nicht hilfreich, wenn der Eindruck entstehe, dass Familie und Polizei nicht mit einer Stimme sprechen.

    „Die Polizei muss die Zeugenansprache machen, sie ist dafür ausgebildet. Es ist ganz wichtig, dass die Bevölkerung ein Gesicht mit der Suche verbindet. In diesem Fall ist es eben die Schwester“, so der Experte.

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    Tags:
    Polizei, Rebecca, Deutschland