16:05 19 März 2019
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    Wattestäbchen

    Brite säubert Ohren mit Wattestäbchen – und verletzt dabei das Gehirn

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    Ein 31-jähriger Brite hat sich die Ohren mit einem Wattestäbchen gereinigt und damit eine eitrige Entzündung im Gehirn ausgelöst. Das berichtete das Portal „Global News“ unter Verwies auf das Fachmagazin „The British Medical Journal“.

    Demnach hatte der Mann fünf Jahre lang über Kopfweh, Hörverlust und Schmerzen im linken Ohr geklagt. In den letzten zehn Tagen verschlechterte sich der Zustand des Mannes nach seinen eigenen Worten drastisch. Er habe an Migräne, Übelkeit und Erbrechen gelitten.

    Ein HNO-Arzt habe ihm Antibiotika gegen eine aurikulare Infektion verschrieben. Diese Arzneimittel hätten dem Mann aber nicht geholfen. Er habe Krampfanfälle bekommen und musste in die Notaufnahme gebracht werden.

    Im Krankenhaus tippten die Ärzte wegen der Symptome zunächst auf eine Hirnhautentzündung, doch entsprechende Tests waren negativ. Bei weiteren Untersuchungen hätten sie schließlich einen großen Ohrenschmalz-Pfropfen tief im Gehörkanal des Patienten entdeckt. Und unter diesem Pfropfen habe ein kleiner Watte-Berg gesteckt, der den Gehörgang verstopfte.

    Laut dem Blatt litt der Mann an „Necrotising Otitis Externa“ – einer Entzündung des äußeren Gehörgangs und an einem Subduralabszess.

    Der Mann musste operiert werden. Nach insgesamt zehn Wochen war – zum ersten Mal seit fünf Jahren – alles wieder gut. Der Mann habe versprochen, die Ohren nie wieder mit Wattestäbchen zu reinigen.

     

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    Tags:
    Gehirn, Wattestäbchen, Ohren, The British Medical Journal, The Global News, Großbritannien