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12:49 22 September 2019
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    Bundestagsgezwitscher

    Sahras Abschied, Uploadfilter und Fridays for Future – Twitter-Gewitter der Woche

    © Sputnik / Ewgenija Tschessnokowa/ Illustration
    Panorama
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    2019
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    Mit einem Besuch im Bundestag und dem bisher größten Schülerstreik haben sich die Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ diese Woche bei den Abgeordneten ins Gespräch gebracht. Was unsere Politiker darüber hinaus noch beschäftigt hat, lesen Sie in unserem Bundestagsgezwitscher.

    Mit einem richtigen Paukenschlag startet die neue Woche: Nach dem Rückzug von der Spitze der “Aufstehen”-Bewegung kündigt Sahra Wagenknecht an, auch nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken kandidieren zu wollen. Die letzten Monate war die Politikerin gesundheitlich schwer angeschlagen.

    Für eine gute Entscheidung hält Wagenknechts Parteikollegin Anke Domscheit-Berg den Rückzug. Bedauern klingt aus ihrem Tweet jedoch nicht durch.

    Da klingt FDP-Vorsitzender Christian Lindner schon einfühlsamer.

    SPD-Politiker Sebastian Hartmann ist nichts Besseres eingefallen, als Zahlenspiele anzustellen…

    Und sein Parteikollege Metin Hakverdi scheint zu glauben, ohne Wagenknecht an der Fraktionsspitze würde die Linkspartei einen brauchbareren Partner für die SPD abgeben.

    Am Dienstag weht ein Hauch von Freitag durch den Bundestag: Die jungen Klimaaktivisten von “Fridays for Future” sind bei der Linksfraktion zu Besuch und erzählen den Politikern, warum Klimaschutz wichtig ist.

    Die Grünen haben zwar keinen Besuch, wollen beim Thema aber trotzdem mitreden. So auch Fraktionsvorsitzende Katrin Goering-Eckardt.

    Derweil ist Stephan Brandner (AfD) kreativ und erfindet einen neuen Hashtag.

    Und als Bonus gibt es noch einen neuen Ohrwurm von Grünen-Politikerin Kordula Schulz-Asche.

    Am Mittwoch wird auf Betreiben der Linken in einer “Aktuellen Stunde” im Bundestag über die EU-Urheberrechtsreform debattiert.

     

    Auch aus den anderen Oppositionsparteien regnet es Kritik an Uploadfiltern und Co.

    Derweil scheint CDU-Politiker Matthias Hauer irgendwie gespalten, was die Reform angeht. Er sagt: Artikel 11 geht klar, Artikel 13 geht gar nicht.

    SPD-Abgeordnete Saskia Esken nutzt die Gelegenheit, sich über den Berichterstatter des federführenden Rechtsausschusses lustig zu machen.

    Und die FDP so? Jimmy Schulz macht sich Gedanken um Boeing und hat eine genial Idee: Boeing soll doch seinen Quellcode veröffentlichen!

    Am Donnerstag feiert die Große Koalition einjähriges Jubiläum und die Minister feiern sich selbst. So auch Verkehrsminister Andreas Scheuer. Er ist auch stolz auf seine Mitarbeiter, die nur vier Versuche brauchten, um für das Selfie die Buchstaben des Wortes „Danke“ richtig anzuordnen…

    Von Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar gibt es für Scheuer gleich mal einen Dämpfer:

    Und auch FDP-Abgeordneter Grigorios Aggelidis hat was an der Arbeit der Bundesregierung auszusetzen. Als Sprecher seiner Fraktion für Familie und Senioren nimmt er sich Familienministerin Franziska Giffey (SPD) zur Brust:

    Zum Freitag – Sie haben es geahnt – kommt im Twitter-Universum der Abgeordneten der Schülerstreik mit voller Wucht zur Geltung. Manche Abgeordneten machen gleich selbst mit.

    Andere schimpfen nochmal über die Versäumnisse der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz.

    Dritte sprechen von Klimahysterie und gewissenlosen SPDlern, die Jugendliche aufhetzen.

    Und wieder andere versuchen, die Wogen zu glätten.

    Zumindest so viel haben die Greta Thunberg und die streikenden Schüler erreicht: Im Bundestag wird über sie und ihre Forderungen gesprochen. Und mit diesem Gedanken entlassen wir Sie in das Wochenende.

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    Tags:
    Entscheidung, Demo, Aufstehen, Die Grünen, FDP, CDU/CSU, SPD, Bundestag, Die LINKE-Partei, Greta Thunberg, Sahra Wagenknecht, Deutschland