23:51 23 April 2019
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    Soldaten in der Hauptstadt Malis, Bamako (Archiv)

    Anschlag auf Militärbasis in Mali fordert 21 Todesopfer

    Habibou Kouyate
    Panorama
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    Bei einem Angriff mutmaßlicher Dschihadisten auf einen Armeestützpunkt in Mali sind am Sonntag mindestens 21 malische Soldaten getötet worden, wie die Agentur AFP am Montag unter Verweis auf Militärkreise mitteilt.

    Die Angreifer kamen demnach mit Autos und Motorrädern und stürmten den Stützpunkt Dioura in der Region Mopti im Zentrum des Landes. Der Anschlag sei von „terroristischen Gruppen unter dem Kommando von Ba Ag Moussa, einem desertierten Oberst” begangen worden, so die Agentur unter Verweis auf die malische Armee. Es wurden bislang mindestens 21 Leichen gefunden. Ein örtlicher Politiker soll die Zahl bestätigt haben.

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    „Mit all unseren Gedanken sind wir bei den stolzen Soldaten der malischen Armee, die an diesem Tag in Dioura bei der Erfüllung ihrer Mission gefallen sind”, schrieb Malis Präsident, Ibrahim Boubakar Keita, auf Twitter. ​Die Soldaten hätten Leute vor dem feigen Feind beschützt. Das ganze malische Volk stehe „geschlossen gegen schreckliche Taten”

    Zuvor war berichtet worden, dass ein Bundeswehr-Konvoi in Mali unter Beschuss geraten war. Wie „Der Spiegel” schreibt, soll es in Nord-Mali am 16.02. einen gefährlichen Zwischenfall gegeben haben. Offenbar haben malische Soldaten auf einen Konvoi der Bundeswehr geschossen. Die Bundeswehr-Soldaten seien gezwungen gewesen, das Feuer zu erwidern.

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    Deutsche Soldaten beteiligen sich seit 2013 an der Uno-Stabilisierungsmission Minusma. Dabei sind rund 1000 Soldaten sowie einige Aufklärungsdrohnen vom Typ „Heron" in Nord-Mali stationiert.

    Die Bundeswehr-Mission soll dabei die Umgebung des Lagers patrouillieren. Sie beteiligt sich jedoch nicht an der Terroristen-Jagd der Franzosen.

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    Tags:
    Dschihadisten, Anschlag, Bamako, Mali