09:38 26 April 2019
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    In Google-Doodle komponiert heute Bach – und zwar als KI

    © REUTERS / Arnd Wiegmann
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    Das heutige Google-Doodle hat sich für seine Nutzer etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zum ersten Mal nutzt die Suchmaschine dafür eine künstliche Intelligenz, die Johann Sebastian Bach nachmachen soll.

    Schon seit längerer Zeit nutzt die Suchmaschine Google sogenannte Doodles. Die täglich wechselnden Animationen im Logo des Konzerns sollen die Suche für die Nutzer abwechslungsreicher und spannender machen.

    Informativ ist das auch, denn oft werden damit berühmte Persönlichkeiten an ihrem Geburtstag geehrt und man bekommt meistens viele interessante Informationen, wenn man das Doodle anklickt.

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    Heute würdigt Google Johann Sebastian Bach, der am 21. März 1685 in Eisenach geboren wurde, und zwar mit einer ganz besonderen Neuerung.

    Zum ersten Mal steckt nämlich in dem Doodle eine künstliche Intelligenz (KI), die absolut jeder ausprobieren kann.

    Wikipedia-Logo (Symbolbild)
    © AFP 2019 / PHILIPPE LOPEZ
    Klickt man auf das Doodle, gibt es zunächst ein animiertes Intro, in dem erklärt wird, wie aus einer einfachen Melodie Akkorde werden und dann eine vierstimmige Harmonie. Anschließend kann man selbst eigene Noten eingeben, die Geschwindigkeit anpassen und die Technologie so lange ausprobieren, wie man möchte.

    Schließlich klickt man auf „Harmonisieren“ – diesen Prozess übernimmt dann die KI.

    Hierbei ergänzt sie im Stil eines Bach-Chorals die Alt-, Tenor- und Bassstimmen. Eine Google 3-D-Animation zeigt und erklärt dabei, wie aufwendig das Training der Maschine für diese Aufgabe war und wie diese nach einer neuen Melodie sucht.

    „Wir haben einen Algorithmus darauf trainiert, Melodien des Nutzers harmonisch zu ergänzen – und zwar im Stil von Bach“, erklärt die Google-Entwicklerin Anna Huang in diesem Zusammenhang der „Welt“.

    „Dazu mussten wir ihm zunächst beibringen, wie Bach komponiert hat. Wir haben den Algorithmus mit 306 Stücken von ihm trainiert.“

    Am Ende kann man das „Meisterstück“ sogar herunterladen, teilen und zu Googles Fundus hinzufügen.

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    Nach Angaben von Experten ist dieses auf KI-basierte Doodle das aufwendigste bislang. Wer darauf klickt, landet nämlich in einem kompletten Kompositionsprogramm, das auf einem selbstlernenden System basiert.

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    Tags:
    Nutzer, Doodle, künstliche Intelligenz, Google, Johann Sebastian Bach