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22:52 15 Juli 2019
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    Ein Vulkanausbruch unter Wasser (Archivbild)

    Katastrophale Unterwasser-Eruption vorausgesagt – Experten

    CC0 / pixabay / skeeze
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    Französische Geologen haben einen möglichen Grund für mysteriöse seismische Wellen festgestellt, die im November 2018 nahe der Mayotte-Insel entstanden waren. Die unterirdischen Stöße seien demnach mit einer Vulkanaktivität am Meeresboden verbunden, die die größte Eruption in der Geschichte hervorrufen könne. Dies teilt „Science Alert“ mit.

    Forscher haben die Angaben von Seismographen analysiert, die in den sechs Monaten vor dieser Erscheinung erhalten wurden. Nach ihren Schlussfolgerungen habe es unter dem Meeresboden eine Riesenabwanderung von Magma (bis zu einem Kubikkilometer) in einer Tiefe von 28 Kilometern unter der Oberfläche gegeben. Die erhitzten Gesteine, die Gas enthalten, hätten die Oberfläche dabei nicht erreicht und seien in die umliegenden Ablagerungen geflossen. Das erkläre den Umstand, warum vom außen her nichts gesichtet worden sei.

    Sollte es zu einer Eruption kommen, könnte sie eine der größten in der Geschichte werden. Die Schlussfolgerungen der Wissenschaftler entsprechen den geologischen Prozessen, die auf der Insel Mayotte beobachtet werden. Die Insel sinkt mit einer Geschwindigkeit von neun Millimetern pro Monat und bewegt sich in Richtung Osten mit einer Geschwindigkeit von 16 Millimetern im Monat.

    Allerdings hätten einige mit den unterirdischen Stößen verbundene Phänomene bis dato keine Erläuterung bekommen. Dies seien unter anderem Hochfrequenzimpulse, die die seismische Hauptaktivität begleiten, das Auftauchen von toten Fischen und die Tatsache, dass dies im östlichen Teil des Archipels und nicht im Westen passiert sei, wo gerade Inseln vulkanischer Herkunft liegen. Darüber hinaus sei auch unbekannt, wodurch die Magma-Verlagerung konkret ausgelöst worden sei.

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    Tags:
    Eruption, Magma, Vulkanausbruch, US-Fachblatt "Science Alert", Insel Mayotte