02:40 23 November 2019
SNA Radio
    Facebook-Logo (Symbolbild)

    Erneuter Datenskandal: Facebook speicherte Nutzer-Passwörter unverschlüsselt

    © AP Photo / Noah Berger
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3415
    Abonnieren

    Das soziale Netzwerk Facebook hat die nächste Datenpanne eingeräumt, es geht um Hunderte Millionen unverschlüsselte Passwörter. Hinweise auf Missbrauch will der Konzern nicht gefunden haben.

    Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, hat Facebook Passwörter von Hunderten Millionen Facebook-Nutzern für seine Mitarbeiter im Klartext gespeichert.

    „Wir gehen davon aus, dass wir Hunderte Millionen Nutzer von Facebook Lite, Dutzende Millionen weitere Facebook-Nutzer sowie Zehntausende Instagram-Nutzer benachrichtigen werden“, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

    Gleichzeitig betonte der Konzern, man habe keine Hinweise darauf, dass jemand intern missbräuchlich darauf zugegriffen habe.

    Die Passwörter seien nämlich für niemanden außerhalb des Unternehmens sichtbar gewesen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: „Deutsches Reich” grenzt an Russland auf Facebook: Zwei FPÖ-Politiker in der Kritik<<<

    Die betroffenen Nutzer sollen dennoch „als Vorsichtsmaßnahme“ benachrichtigt werden.

    Eigentlich hätten die Passwörter auch intern unkenntlich sein müssen, doch es habe einen Fehler gegeben, der bei einer Routine-Prüfung im Januar aufgefallen sei. Er sei inzwischen behoben worden — Facebook machte keine Angaben dazu, wann genau.

    Bereits vor der Facebook-Mitteilung hatte der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs in seinem Blog von dem Fall berichtet. Laut dem IT-Fachmann hatten mehr als 20 000 Mitarbeiter des Online-Netzwerks Zugriff auf die im Klartext gespeicherten Passwörter haben können. Insgesamt könnten 200 bis 600 Millionen Facebook-Nutzer betroffen sein.

    Ähnliche Patzer sind in der Vergangenheit auch beim Kurznachrichtendienst Twitter vorgefallen. So hatte Twitter und die Programmierer-Website GitHub im vergangenen Jahr ebenfalls Fehler eingeräumt, durch die Passwörter intern im Klartext gespeichert worden waren.

    Bei Facebook ist es innerhalb weniger Monate die nächste Panne.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Facebook geht gegen Posts von Impfgegnern vor<<<

    So hatten im September Hunderte Apps mehrere Tage lang Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitgliedern des Online-Netzwerks gehabt. Durch einen anderen Fehler hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt — statt nur mit Freunden. Und bei einem Hackerangriff wurden 14 Millionen Nutzern zum Teil sehr private Daten gestohlen. Dazu gehörten die zehn letzten Orte, an denen sie sich über Facebook angemeldet hatten oder von anderen Nutzern markiert wurden, und die 15 jüngsten Suchanfragen bei dem Online-Netzwerk. Die Hacker hatten eine komplexe Sicherheitslücke ausgenutzt.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Missbrauch, Panne, Passwörter, Datenleak, Facebook