Widgets Magazine
14:11 18 August 2019
SNA Radio
    Nervenzellen in dem Gehirn (Symbolbild)

    Gehirn-Krebs: Patienten nennen Symptome, die sie ignorierten

    CC0
    Panorama
    Zum Kurzlink
    119317

    Die an Gehirnkrebs erkrankten Menschen haben Symptome genannt, denen sie ursprünglich keine Bedeutung beigemessen hatten. Dies ist einer Studie des Imperial College London im Fachmagazin „PLOS One“ zu entnehmen.

    Die Autoren der wissenschaftlichen Studie haben keine Namen von Patienten genannt, sondern nur ihre Altersgruppe.

    Es wird betont, dass die Mehrheit der Kranken ihre Probleme mit dem Gedächtnis und Gleichgewichtsverlust auf natürliche Alterungserscheinungen zurückgeführt hätte.

    So hat beispielsweise ein Mann erzählt, dass er sich einmal beim Geschirrabwaschen unbemerkbar für sich selbst immer tiefer über das Becken gebeugt habe.

    „Komisch ist dabei, dass man gar nicht daran denkt, zum Doktor zu gehen“, teilte der Patient aus der Altersgruppe von 61-70 Jahren mit.

    „Ich habe begonnen, mitten am Tag zu schlafen, doch damals dachte ich: ‚Oh, ich bin ja schon 50‘“, sagte eine Frau aus der Altersgruppe von 51-60 Jahren.

    Krebszellen
    © Foto : Polytechnique Montréal, Uni. de Montréal, McGill University
    „Wenn ich sprach, hatte ich das Gefühl, als ob sich meine Zunge schwer bewegt, doch das dauerte etwas weniger als eine Minute, dann verging es wieder“, teilte ihre Geschichte mit allen eine Patientin aus der Altersgruppe von 41-50 Jahren.

    „Mir schien, dass der Hund in meiner Arbeit begraben ist, weil Lehrer durch ihre Müdigkeit bekannt sind. Und viele andere meine Kollegen sagen ab und zu: ‚O Gott, wie müde ich bin‘, daher schien es mir einfach, dass dies eben alle empfinden“, äußerte eine Teilnehmerin der Studie aus der Altersgruppe von 31-40 Jahren.

    Ärzte haben heute so viel zu tun, dass man sie nicht wegen jeder Kleinigkeit stören will, weil es Menschen gibt, die gerade jetzt einen Doktor brauchen, und der kann zu dem Moment überfordert oder gar nicht erreichbar sein. Es ist ziemlich komisch, dem Arzt zu erzählen, dass man ein Déjà-vu-Erlebnis hat und dann ein Geruch gespürt wird“, teilte eine Frau aus der Altersgruppe von 41-50 Jahren mit.

    Viele der Befragten hatten erst dann einen Arzt aufgesucht, als bei ihnen Verdacht auf Gehirnschlag oder Demenz festgestellt wurde. Ein weiterer Anlass, zum Arzt zu gehen, war das Nachlassen der Sehkraft. Andere Menschen, wie in der Studie betont wird, hätten sich erst auf Drängen ihrer Angehörigen an einen Arzt gewandt.

    Gehirnkrebs entsteht wegen einer anomalen und nicht kontrollierten Zellteilung: der Neuronen, Gilazellen, Astrozyte, Oligodentrozyte oder Ependymzellen, die noch vor ihrer Entartung normale Komponenten des Gehirngewebes gewesen waren; des Lymphengewebes, der Blutgefäße des Gehirns, der Schädelnerven, der Rückenmarkshäute, des Schädels, der Hypophyse und der Epiphyse.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Diese Krankheit weist auf Krebs hin – Forscher
    Neuer Fund aus dem alten Ägypten: Zukunftsweisendes Anti-Krebs-Präparat
    Arzneimittel-Skandal: Krebs durch Blutdruck-Medikament? – EU und WHO ermitteln
    Einfacher als gedacht: Vorbeugung gegen Krebs
    Tags:
    Gedächtnis, Demenz, Symptome, Verlust, Krebs, Gehirn, Imperial College London, Fachmagazin "PLOS One", London, Großbritannien