08:20 20 April 2019
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    ICE-Zug am Bahnhof Basel (Symbol)

    Der ICE-Anschläge verdächtigt: Iraker in Wien festgenommen

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    In Wien hat eine Sondereinheit eine Wohnung gestürmt und einen Mann festgenommen, der in Deutschland zwei Anschläge auf ICE-Züge begangen haben soll.

    Nach den ICE-Anschlägen in Bayern und Berlin wurde Medienberichtenzufolge ein mutmaßlicher Sympathisant der Terrormiliz Daesh (IS; auch „Islamischer Staat”) in Wien festgenommen.

    Die Eliteeinheit „Cobra“ stürmte am Montag in einem Mehrfamilienhaus in Wien eine Wohnung und nahm einen Vater von fünf Kindern fest, so die „Kronen Zeitung". Demnach soll der 41 Jahre alte Festgenommene seit fast 20 Jahren in Österreich leben. Er sei Mitarbeiter in einer Sicherheitsfirma, die Supermärkte und Fußballstadien bewacht und habe 15 Jahre lang in der irakischen Armee gedient.

    Die Spur zu dem Tatverdächtigen wurde dem Blatt zufolge durch das von den Tätern bei dem Anschlag in Bayern hinterlassene zweiseitige Bekennerschreiben ausgemacht, wo weitere Anschläge auf europäische Bahnlinien angedroht wurden. Der verwendete Drucker habe das Wiener Landesgericht zu dem verheirateten Iraker geführt. „Er könnte zu einer mehrköpfigen Terrorzelle gehören und steht zur Stunde im Dauerverhör durch die Beamten des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung", heißt es im Beitrag.

    Der Verdächtige soll am 7. Oktober auf der ICE-Strecke Nürnberg-München und im Dezember in Karlshorst Anschläge auf den Bahnverkehr verübt und dabei unter anderem eine IS-Flagge hinterlassen haben.

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    Tags:
    Anschläge, Festnahme, ICE, Wien, Österreich, Deutschland