07:49 24 April 2019
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    Russlands S-400-Luftabwehrkomplex (Archiv)

    Türkei verspricht: Kein Weiterverkauf russischer S-400-Raketen

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    Die Türkei braucht laut dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu die bei Russland gekauften Luftabwehrkomplexe S-400 für sich selbst. Ankara hat nicht die Absicht, sie zu verkaufen. Dies erklärte Çavuşoğlu zu den Ergebnissen der Verhandlungen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

    „Die Türkei braucht Raketenkomplexe, wir haben viele Länder konsultiert (…), aber einige Länder wollten uns keine Flugabwehrraketenkomplexe liefern, und wir haben es mit Russland vereinbart und einen Vertrag unterzeichnet“, führt die Nachrichtenagentur RIA Novosti seine Worte an.

    „Wir haben mit Russland einen Vertrag unterzeichnet, und uns gehen Drittländer nichts an. Wir schaffen (diese – Anm. d. Red.) (…) für uns selbst an. Wir brauchen Flugabwehrkomplexe. Russland kann S-400 an Drittländer verkaufen, warum soll ich gegen das Produkt sein, da ich es für mich selbst kaufe?“, sagte Çavuşoğlu. Dabei betonte er, dass einige S-400-Bauteile in der Türkei hergestellt würden.

    Çavuşoğlu teilte zudem mit, dass Moskau und Ankara zurzeit über die Liefertermine verhandeln würden.

    Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan geäußert, dass Ankara nicht die Absicht hätte, auf die Anschaffung der russischen Luftabwehrkomplexe S-400 zu verzichten — trotz der US-Erklärungen.

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    Tags:
    Raketenabwehrkomplex, Anschaffung, Verkauf, S-400, RIA Novosti, Recep Tayyip Erdogan, Mevlüt Çavuşoğlu, Türkei, USA, Russland