10:25 26 April 2019
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    Ein Brief, den Einstein an Maurice Lenz über die Hilfe den jüdischen Flüchtlingen schrieb

    Einsteins Briefe über „Hitlers Wahnsinn“ bei Auktion in USA versteigert

    © Foto: Nate D. Sanders Auctions
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    Private Briefe von Albert Einstein, in denen er sich über „Hitlers Wahnsinn“, über die „Einheit des jüdischen Volkes“ und die Relativitätstheorie äußert, sind laut Medien auf der Auktion des Auktionshauses „Nate D. Sanders Auktions“ verkauft worden.

    In einer Pressemitteilung des Auktionshauses wird berichtet, dass der Brief von 1939 auf der Auktion für mehr als 134.000 Dollar verkauft worden sei.

    Insgesamt seien am Donnerstag fünf private Briefe von Albert Einstein verkauft worden. In zwei von ihnen (von 1934, 1939) kommentiert der Wissenschaftler die Ereignisse jener Zeitperiode, wo Hitler an der Macht war, und in einem aus dem Jahr 1921 – den Anfang seines Strebens nach Macht.

    In dem Brief von 1921 schreibt Einstein an seine Schwester, dass er nicht nach München könne, da die Reise sein Leben „in Gefahr bringen könnte“. 1921 herrschten in München antisemitischen Stimmungen, Hitler war kürzlich zum Führer der National-Sozialistischen deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) gewählt geworden.

    In einem anderen Brief von 1934 schreibt Einstein an seine erste Ehefrau über die Behandlung des Sohnes, der an Schizophrenie litt, mit Hilfe von chemischen Präparaten und überweist Geld, um der Familie zu helfen, dabei aber selbst ernsthafte Not erlebt.

    Man besitze keine anderen Selbstverteidigungsweisen außer „unserer Solidarität“ und des Wissens, dass der Grund, warum man leide, wichtig und heilig sei, so schrieb Einstein an Doktor Maurice Lenz im Jahr 1939.

    All das sei Ergebnis des Wahnsinns von Hitler, der das Leben all jener total zerstört hätte, die Albert Einstein umkreisten, heißt es in dem Brief.

    Die Widerstandskraft, die dem Jüdischen Volk ermöglicht hatte, im Laufe von Jahrtausenden zu überleben, stützte sich im bedeutenden Maße auf die Traditionen der gegenseitigen Hilfe, schrieb Einstein. Zu diesen Jahren sei die Bereitschaft, einander zu helfen, ernsthaften Bewährungsproben ausgesetzt. Und man müsse diese Bewährungsproben „ebenso wie unsere Väter (…) vor uns“ bestehen.

    Der Brief von 1945 ist ein ganz seltener Brief von Einstein, der handschriftliche Gleichnisse enthält. Darin wendet sich Einstein an seinen Assistenten Ernst Straus und bespricht die Relevanz und Folgen mehrerer Gleichnisse der Relativitätstheorie der Gravitation.

    Anfang März hatte die Jüdische Universität in Jerusalem 110 zuvor unbekannte Seiten aus den Handschriften von Albert Einstein präsentiert, die wissenschaftliche Studien betreffen und Briefe aus den Zeiten des nazistischen Deutschlands enthalten.

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    Tags:
    Widerstandskraft, "Hitlers Wahnsinn", Briefe, Jüdische Universität in Jerusalem, Auktionshaus "Nate D. Sanders Auctions", Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), Maurice Lenz, Albert Einstein, Deutschland, USA