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20:25 17 Juli 2019
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    Anomale Wärme in Moskau im Dezember

    Forscher nennt Ursachen für beschleunigte Klimaerwärmung in Russland

    © Sputnik / Mikhail Fomichew
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    Die Erwärmung in Russland erfolgt laut dem Leiter des Klimaprogramms des World Wildlife Fund (WWF) Russlands, Alexej Kokorin, schneller als durchschnittlich in der Welt - wegen der nahen Lage zur Arktis. Dies teilte Kokorin gegenüber Medien mit.

    Wie zuvor der Stellvertretende UN-Botschafter Russlands, Dmitri Tschumakow, während der Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen zu Fragen des Klimawandels erklärt hatte, überhole die Erwärmung in Russland das Wachstum dieses Kennwertes im globalen Maßstab um das 2,5-Fache.

    „Eine solche Anomalie ist mit der Physik der Atmosphäre, mit der Lage unseres Landes auf dem Erdball verbunden, und zwar: mit der Nähe der Arktis. Wir sind nicht schuld daran. Uns drohen keine absolut katastrophalen Sachen wie Dürre und Überschwemmung, doch andere Auswirkungen sind für uns viel stärker. Und zwar geht es um die Zunahme der Anzahl von gefährlichen meteorologischen Erscheinungen und um das Abtauen des Permafrostbodens“, sagte Kokorin.

    Er präzisierte zudem, dass es notwendig sei, die Geschwindigkeit der Erwärmung des Territoriums Russlands hinsichtlich des gesamten restlichen Festlandes — ohne Ozean, der sich schneller erwärmt — zu vergleichen. In diesem Fall sei die Geschwindigkeit der Erwärmung in Russland nur um das 1,5-Fache schneller.

    „Allerdings ist das ohnehin äußerst viel – die Schnelligkeit der Erwärmung betrug bei uns fast 0,5 Grad Celsius innerhalb von zehn Jahren. Für uns sind auch nicht die Durchschnittstemperaturen, sondern die Temperaturdifferenzen und anomalen Erscheinungen wichtiger. Im Jahr 2018 gab es 580 gefährliche meteorologische Ereignisse — das ist doppelt so viel wie vor 15-20 Jahren, und diese Tendenz ist ganz deutlich zu beobachten“, ergänzte Kokorin.

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    Tags:
    Überschwemmung, Dürre, Erwärmung, Klimawandel, Klima, World Wildlife Fund (WWF), Uno, Alexej Kokorin, Dmitri Tschumakow, Arktis, Russland