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20:00 23 September 2019
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    Aldi Nord (Symbolbild)

    Aldi-Clanchefin rechnet in Testament mit Enkeln ab – Medienbericht

    CC BY 2.0 / Sammy Zimmermanns / ALDI Nord
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    Cäcilie Albrecht galt lange Zeit als die Grande Dame von Aldi Nord, bis ins hohe Alter hatte sie entscheidenden Einfluss auf die Geschicke des Konzerns. Wie aus einem Bericht der „Bild am Sonntag“ hervorgeht, warf sie ihren Enkeln in ihrem Testament mangelnde Unternehmermoral vor und versuchte, sie aus dem Unternehmen zu drängen.

    Dem Bericht zufolge wollte Cäcilie Albrecht offenbar verhindern, dass ihre Enkel bei dem Discounter Verantwortung übernehmen.

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    In ihrem Testament habe sie mit den Kindern ihres verstorbenen zweiten Sohnes abgerechnet – sie verfügte, dass die fünf Kinder ihres Sohnes Berthold, der Ende 2012 gestorben war, keine Rolle im Konzern spielen sollen.

    „Mit dieser Urkunde trage ich Sorge für die Aufrechterhaltung der Philosophie unserer Familie, der Unternehmensgruppe Aldi Nord zu dienen und diese zu fördern, dabei eigene Interessen zurückzustellen und sich in einer zurückhaltenden und bescheidenen Lebensführung zu üben“, soll es in ihrem Testament heißen.

    Der milliardenschwere Discounter-Konzern befindet sich im Besitz von drei Stiftungen mit den Namen Markus, Lukas und Jakobus. Zuvor war bei der Jakobus-Stiftung ein Erbstreit mit Berthold Albrechts Frau Babette und den fünf Kindern entbrannt. Diese sollen sich in den vergangenen Jahren mehr als 100 Millionen Euro aus der Jakobus-Stiftung ausschütten haben lassen.

    Genau dies könnte auch der Grund für das harte Testament von Cäcilie Albrecht sein.

    Allein die Vorstellung, dass Berthold Albrechts Kinder „als Vorstandsmitglieder der Markus-Stiftung irgendwann einmal mit der Markus-Stiftung so verfahren könnten wie mit der Jakobus-Stiftung, erfüllt mich mit großer Traurigkeit und Sorge“, wird die Grande Dame des Konzerns zitiert.

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    Da Berthold Albrechts Kinder sich „bewusst dafür entschieden hätten, sich über diese Philosophie hinwegzusetzen, den Willen ihres Vaters zu missachten und die Jakobus-Stiftung allein für ihre Destinatär-Interessen zu nutzen, sind sie ungeeignet für die Übernahme von leitender Verantwortung in der Markus-Stiftung“, so das knallharte Urteil im Testament.

    Vertrauen soll sie dagegen der Tochter ihres ersten Sohnes Theo Albrecht junior, 69, ausgesprochen haben.

    Andreas Urban, der Anwalt der Aldi-Erben, sagte der „BamS“ im Zusammenhang mit dem Testament: „Pietät und Anstand gebieten, dieses Testament nicht öffentlich zu bewerten.“

    Die Erben von Berthold Albrecht hätten sich seit dem Tod ihres Vaters stets um das Wohl von Aldi Nord gekümmert. Dies sei „insbesondere an den erheblichen Finanzmitteln“ zu sehen, die aus der Jakobus-Stiftung in das Unternehmen geflossen sein sollen.

    Auch spreche die Unterstützung wichtiger Unternehmensprojekte für sich, so Urban. „Die Erben von Berthold Albrecht müssen sich daher keine Vorwürfe machen lassen“, betont der Anwalt.

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    Tags:
    Discounter, Bericht, Verantwortung, Testament, Deutschland