19:08 22 November 2019
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    Lena Meyer-Landrut bei Berlinale (Archivbild)

    Ist sie ernsthaft für Uploadfilter?! - Lena Meyer-Landrut irritiert mit FOTO

    © Sputnik / Ekaterina Tschesnokowa
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    Die Sängerin Lena Meyer-Landrut hat bei dem Deutschen Musikautorenpreis ihre Unterschrift auf die Wand zur EU-Urheberrechtsreform gesetzt und mit dem diesbezüglichen Foto für viel Wirbel und Verwirrung im Netz gesorgt.

    „Ist sie jetzt allen Ernstes für die Reform?“ Das fragen sich viele User, nachdem Lena Meyer-Landrut sich mit einem Foto scheinbar als Befürworterin der neuen Urheberrechtsreform geoutet hatte.

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    Sie setzte ihre Unterschrift auf die Wand zur EU-Urheberrechtsreform und posierte dabei für den Twitter-Account der Gema.

    ​Dabei hatte sich die Verwertungsgesellschaft Gema, die zig Tausende Musiker vertritt, für die Reform ausgesprochen, die unter anderem Einschränkungen in den sozialen Medien wie YouTube und Co. vorsieht. 

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    Genau dieser Aspekt hatte im Netz Kritik an der vermeintlichen Haltung der Sängerin hervorgerufen, die selbst aktive Nutzerin der Social Media sei und zu Beginn ihrer Musikkarriere sehr stark davon profitiert habe. Zudem könnte die Gesetzesneuerung auch für die Berlinerin selbst Einschränkungen bedeuten.

    Die neue Urheberrechtsreform der EU bleibt nach wie vor ein sehr umstrittenes Thema. In Deutschland hatte die Reform vor wenigen Wochen Protestbewegungen in etlichen Städten ausgelöst. Im Rahmen dieser Neuerung sind unter anderem ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage und deutlich mehr Pflichten zum Urheberrechtsschutz vorgesehen. 

    Dabei protestierten Zehntausende Menschen insbesondere gegen den darin enthaltenen Artikel 13. Wie Kritiker betonen, sehe dieser Artikel sogenannte Uploadfilter vor — also automatisierte Algorithmen, die bestimmte Inhalte anhand ihres digitalen Abdrucks bereits beim Upload blockieren. 

    Befürchtet wird, dass auch diverse soziale Medien zur Einführung von Upload-Filtern gezwungen werden könnten. Dadurch sei die Freiheit im Internet gefährdet, so die Kritiker.

    Allerdings hatte die Urheberrechtsreform ebenso viele Gegner wie auch Befürworter. Laut der Deutschen Presse-Agentur dpa haben mehr als 200 Organisationen und Verbände aus der Verlags- und Kreativbranche diese Gesetzesinitiative gefordert.

    Die Urheberrechtsreform ist von Unterhändlern des Parlaments und der EU-Staaten im Februar dieses Jahres initiiert und am vergangenen Dienstag vom EU-Parlament angenommen worden. 

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